💡 Kurz erklärt: Was du in diesem Guide lernst
Meilen sammeln & einlösen war früher deutlich einfacher – und vor allem attraktiver.
Feste Meilenwerte, echte Meilenschnäppchen und Business-Class-Flüge, die teilweise günstiger waren als Economy. Diese Zeiten sind vorbei.
Und trotzdem sammeln wir bis heute konsequent Meilen.
Nicht aus Nostalgie, sondern aus einem ganz einfachen Grund: weil wir die Ausgaben ohnehin haben.
Ob Flüge, Hotels, Mietwagen, Technik oder alltägliche Anschaffungen – das Geld wird so oder so ausgegeben. Und genau an diesem Punkt stellen wir uns nur eine Frage:
Warum sollte man daraus nicht das Maximum herausholen?
Die Regeln beim Meilen sammeln und vor allem beim Einlösen haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Meilenschnäppchen sind selten geworden, Award Flights unberechenbarer, und gerade in Ferienzeiten ist die Verfügbarkeit oft stark eingeschränkt.
Genau deshalb teile ich in diesem Beitrag unsere ehrlichen Praxis-Erfahrungen – mit konkreten Beispielen, echten Zahlen und klaren Learnings.
🔎 Transparenz-Hinweis
Dieser Beitrag ist keine Werbung und keine Empfehlung eines Bonus- oder Vielfliegerprogramms.
Ich nutze die genannten Programme – insbesondere Miles & More und Payback – selbst seit vielen Jahren auf Reisen und im Alltag und schildere hier ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen.
Alle Beispiele, Zahlen und Einschätzungen basieren auf realen Buchungen und eigenen Erlebnissen.
Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität oder Allgemeingültigkeit, da sich Konditionen, Verfügbarkeiten und Regeln jederzeit ändern können.
🧭 Quick-Summary: Was mit Meilen heute möglich ist
In diesem Beitrag zeige ich dir ganz konkret, was man mit Meilen heute noch erreichen kann – und wie wir sie in der Praxis nutzen:
- ✈️ Business-Class-Flüge auf der Langstrecke, die regulär mehrere tausend Euro kosten
- 💳 Meilen sammeln im Alltag, ohne zusätzliche Ausgaben
- 🔄 Miles & More und Payback clever kombinieren, inkl. Bonus-Aktionen
- 🏨 Hotels, Flüge & Reisen so buchen, dass automatisch neue Meilen entstehen
- 🌍 Langstrecken-Reisen, die ohne Meilen deutlich teurer oder schwer realisierbar wären
👉 Alles basiert auf echten Buchungen, echten Zahlen und eigenen Erfahrungen – nicht auf Theorie.
🧰 Die wichtigsten Werkzeuge: Miles & More und Payback
Um Meilen sinnvoll sammeln und später auch gezielt einsetzen zu können, braucht man vor allem eines: die richtigen Werkzeuge.
Für uns sind das seit vielen Jahren ganz klar zwei Programme:
Miles & More und Payback.
Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben – und genau in dieser Kombination liegt der eigentliche Hebel.
Miles & More – das Vielfliegerprogramm
Miles & More ist das Vielfliegerprogramm der Lufthansa-Gruppe und ihrer Partnerairlines.
Hier sammelt man sogenannte Prämienmeilen, die später für Flüge, Upgrades oder andere Reiseleistungen eingelöst werden können.
Typische Wege, um Miles-&-More-Meilen zu sammeln:
- Flüge mit Lufthansa und Partnerairlines
- Umsätze über die Miles-&-More-Kreditkarte
- Einkäufe über das Miles & More Shopping-Portal
- Partnerangebote wie Hotels, Mietwagen oder Abos
Miles & More ist letztlich das Zielkonto: Hier landen die Meilen, die wir später ganz konkret für Flüge oder Upgrades einsetzen.
Weitere Informationen zum Vielfliegerprogramm findest du direkt bei Miles & More auf der offiziellen Lufthansa-Seite, hier geht’s zum Link.
Informationen zur Miles & More Kreditkarte und wie wir sie auf unseren Reisen einsetzen, liest du hier.
Payback – der unterschätzte Hebel im Alltag
Payback kennen viele nur aus dem Supermarkt oder von Tankstellen.
Was viele aber nicht wissen: Payback ist eines der stärksten Werkzeuge zum Meilen sammeln – wenn man es richtig nutzt.
Payback-Punkte sammelt man unter anderem bei:
- EDEKA, Netto, dm, Aral, C&A, Fressnapf
- zahlreichen Online-Shops
- Reise- und Hotelportalen
- zeitlich begrenzten Aktionen mit Mehrfachpunkten
Der entscheidende Vorteil: Payback-Punkte lassen sich jederzeit im Verhältnis 1:1 in Miles-&-More-Meilen umwandeln.
Zusätzlich gibt es mehrmals im Jahr Bonusaktionen (z. B. +15 %, +25 % oder sogar +30 % Meilenbonus), bei denen man für den gleichen Punktestand deutlich mehr Meilen erhält.
Details zu Payback-Punkten und Partnern findest du auf der offiziellen Payback-Website, hier geht’s zum Link.
Warum die Kombination entscheidend ist
Miles & More und Payback erfüllen unterschiedliche Rollen:
- Miles & More = Einlösen & Flüge
- Payback = kontinuierliches Sammeln im Alltag
Erst zusammen entsteht ein System, mit dem:
- Meilen nebenbei gesammelt werden
- größere Meilenstände realistisch erreichbar sind
- und Reisen finanziell deutlich günstiger werden
Kurz gesagt:
Payback füllt das Meilenkonto – Miles & More macht daraus Reisen.
✈️ Warum Meilen sammeln heute anders funktioniert
Früher war Meilen sammeln deutlich attraktiver als heute. Über Miles & More gab es die bekannten Meilenschnäppchen – feste Angebote mit sehr niedrigen Meilenwerten und überschaubaren Zuzahlungen.
Das Besondere daran war:
- extrem günstige Prämienflüge
- sowohl auf Kurz- als auch Langstrecken
- häufig Business Class zum Preis von Economy
- feste, planbare Meilenwerte
Wer flexibel war und ein bisschen Glück hatte, konnte mit vergleichsweise wenigen Meilen sehr hochwertige Flüge buchen. Diese Angebote gibt es in dieser Form heute nicht mehr.
🎟️ Der Wandel: von Meilenschnäppchen zu Award Flights
Inzwischen läuft der Großteil der Prämienbuchungen über sogenannte Award Flights.
Dabei gibt es keine festen Meilenpreise mehr, sondern flexible Werte, die sich unter anderem richten nach:
- Strecke und Airline
- Nachfrage und Buchungszeitpunkt
- Saison und Ferienzeiten
Das bedeutet ganz konkret:
- gleiche Strecke → unterschiedliche Meilenpreise
- Ferienzeiten → oft sehr hohe Meilenwerte
- teilweise gar keine Verfügbarkeit, selbst in Economy
Das Einlösen von Meilen ist dadurch deutlich unberechenbarer geworden.
🚫 Die Realität heute: Verfügbarkeit ist der Engpass
Gerade in klassischen Ferienzeiten (Ostern, Pfingsten, Sommerferien) habe ich mehrfach versucht, Prämienflüge zu finden – mit ernüchterndem Ergebnis:
- keine passenden Economy-Flüge
- keine Business-Class-Verfügbarkeiten
- selbst auf vermeintlich normalen Strecken
Das zeigt sehr klar:
👉 Nicht die Menge an Meilen ist heute das Hauptproblem – sondern die Verfügbarkeit.
Wer feste Reisedaten hat oder zwingend in den Ferien fliegen muss, stößt beim Einlösen schnell an Grenzen.
🎯 Warum wir trotzdem weiter Meilen sammeln
Trotz dieser Einschränkungen sammeln wir weiterhin konsequent Meilen.
Nicht, weil es einfach ist – sondern weil es sich in bestimmten Situationen nach wie vor extrem lohnt.
Der entscheidende Hebel liegt dabei nicht auf der Kurzstrecke, sondern bei:
👉 Langstrecke + Business Class
Hier sind die Preisunterschiede zwischen regulärem Ticket und Meilenbuchung nach wie vor enorm.
Selbst mit hohen Meilenwerten und Zuzahlungen lassen sich mehrere tausend Euro sparen.
Genau deshalb nutzen wir Meilen heute nicht opportunistisch, sondern strategisch:
- wir sammeln langfristig
- wir vergleichen Angebote
- und wir schlagen dann zu, wenn ein realistisches, gutes Angebot verfügbar ist
Was das konkret bedeutet – und was mit Meilen heute tatsächlich noch möglich ist – zeigen die folgenden Praxisbeispiele aus unseren eigenen Buchungen.
💼 Praxisbeispiele: Was mit Meilen konkret möglich ist
✈️ Business Class nach Malaysia – 5 Personen, reale Zahlen
Ein besonders gutes Beispiel dafür, warum wir Meilen sammeln, ist unser Business-Class-Flug nach Malaysia.
📊 Die Eckdaten auf einen Blick
📍 Strecke: München – Singapur / Malaysia – München
👥 Personen: 5
✈️ Reiseklasse: Business Class
📅 Reisedauer: 2 Wochen
💰 Regulärer Ticketpreis: ca. 20.000 €
🎟️ Gezahlt: ca. 3.500 € + 660.000 Meilen
➡️ Ersparnis: deutlich fünfstellig
Statt regulär zu buchen, haben wir die Flüge als Award Flights über Miles & More gebucht.
Ja – 660.000 Meilen sind viel.
Und nein – diese Meilen sammelt man nicht in ein paar Monaten.
Entscheidend ist hier aber nicht die absolute Meilenanzahl, sondern der Vergleich zum regulären Ticketpreis.
📉 Der reale Mehrwert
Ein reguläres Business-Class-Ticket für diese Strecke hätte uns rund 20.000 € gekostet – ein Preis, den wir als Familie niemals bezahlt hätten.
Selbst wenn man berücksichtigt, dass ein Teil der Meilen über längere Zeit gesammelt oder teilweise zugekauft wurde, bleibt der finanzielle Vorteil enorm.
🧠 Warum dieses Beispiel so wichtig ist
Dieses Beispiel zeigt sehr klar, wann Meilen wirklich ihren größten Hebel haben:
- nicht auf jeder Strecke
- nicht in jeder Reiseklasse
- aber extrem bei Langstrecken in der Business Class – vor allem mit mehreren Personen
Gerade als Familie sind Business-Class-Flüge sonst kaum realistisch bezahlbar.
Mit Meilen werden sie zumindest erreichbar.
✈️ München – Dublin – 2 Wochen Business Class (früh gebucht)
Ein weiteres sehr gutes Beispiel dafür, wie stark Meilen wirken können, ist unser Business-Class-Flug von München nach Dublin.
📊 Die Eckdaten auf einen Blick
📍 Strecke: München – Dublin – München
👥 Personen: 5
✈️ Reiseklasse: Business Class
📅 Reisedauer: 2 Wochen
🗓️ Buchungsdatum: 28.08.2025
💰 Regulärer Ticketpreis (Stand 26.01.2026): ca. 6.500 €
🎟️ Gezahlt: ca. 760 € + 151.144 Meilen
➡️ Ersparnis: mehrere tausend Euro
Für eine zweiwöchige Reise in der Business Class ist das ein Betrag, der absolut überschaubar ist – vor allem im direkten Vergleich zu den regulären Ticketpreisen.
Ein entscheidender Faktor bei diesem Beispiel ist das frühe Buchungsdatum. Es zeigt sehr deutlich, wie stark sich Barpreise im Laufe der Zeit entwickeln können, während Meilenpreise – sofern verfügbar – oft deutlich stabiler bleiben.
📉 Der direkte Vergleich mit dem Barpreis
Der Vergleich macht den Mehrwert besonders deutlich:
- Business Class (Barpreis am 26.01.2026): ca. 6.500 €
- Economy Class (Barpreis am 26.01.2026): ca. 2.800 €
- Business Class mit Meilen (gebucht am 28.08.2025): ca. 760 € + 151.144 Meilen
Das bedeutet:
- Business Class für rund ein Neuntel des regulären Preises
- selbst gegenüber Economy noch eine Ersparnis von über 2.000 € – bei deutlich mehr Komfort
🧠 Warum dieses Beispiel besonders aussagekräftig ist
Dieses Beispiel zeigt gleich mehrere wichtige Punkte:
- frühes Buchen lohnt sich bei Meilen besonders
- Meilenpreise sind oft stabiler als Barpreise
- auch Kurz- und Mittelstrecken können sich lohnen – wenn das Angebot passt
Gerade bei späteren Buchungen steigen die Barpreise häufig stark an, während Meilenbuchungen – bei vorhandener Verfügbarkeit – vergleichsweise konstant bleiben.
🎯 Einordnung: Business statt Economy – bewusst gewählt
Natürlich hätten wir diesen Flug auch in Economy buchen können.
Der Preisunterschied war aber selbst zum Buchungszeitpunkt noch so groß, dass sich die Business-Class-Buchung mit Meilen klar ausgezahlt hat.
Genau das ist unser Ansatz:
Nicht jede Strecke ist ein Meilen-Deal – aber wenn es einer ist, greifen wir zu.
🔗 Einordnung im Gesamtbild
Zusammen mit dem Malaysia-Beispiel zeigt dieser Flug sehr gut:
- Meilen funktionieren nicht nur auf der Langstrecke
- auch kürzere Strecken können extrem attraktiv sein
- entscheidend sind Timing, Verfügbarkeit und der direkte Vergleich
✈️ New York – Business Class mit Umstieg in Zürich
Ein weiteres Beispiel aus unserer Praxis ist unser Business-Class-Flug nach New York mit Umstieg in Zürich.
📊 Die Eckdaten auf einen Blick
📍 Strecke: München – Zürich – New York – Zürich – München
👥 Personen: 5
✈️ Reiseklasse: Business Class
✈️ Airline: SWISS
📅 Reisedauer: 1 Woche
💰 Regulärer Ticketpreis: kein exakter Vergleichswert mehr verfügbar
🎟️ Gezahlt: 5.300 € + 261.000 Meilen
➡️ Einordnung: Business Class günstiger als viele reguläre Economy-Tickets
💰 Einordnung der Kosten
Die Buchung liegt bereits etwas zurück, weshalb sich der exakte damalige Barpreis für den identischen Flug heute nicht mehr nachvollziehen lässt.
Trotzdem lässt sich der Deal sehr gut einordnen:
- Business-Class-Tickets auf dieser Strecke liegen regulär deutlich im fünfstelligen Bereich, insbesondere bei flexibleren Tarifen oder Buchungen näher am Abflug.
- Selbst Economy-Class-Tickets waren zum damaligen Buchungszeitpunkt nicht günstiger als unser Business-Class-Ticket mit Meilen.
➡️ Das Entscheidende:
Wir sind Business Class geflogen und haben dafür weniger bezahlt als für viele reguläre Economy-Flüge.
📉 Der reale Mehrwert
Auch ohne exakten Vergleichspreis ist das Ergebnis eindeutig:
- Langstreckenflug in der Business Class
- deutlich mehr Komfort
- zu einem Preis, den wir ohne Meilen niemals bezahlt hätten
Nicht jeder Meilenflug lässt sich mathematisch perfekt gegenrechnen – aber das praktische Ergebnis zählt.
🧠 Warum dieses Beispiel trotzdem wichtig ist
Dieses Beispiel zeigt mehrere wichtige Aspekte beim Meilen sammeln:
- nicht jeder Flug lässt sich sauber „in Euro umrechnen“
- Vergleichspreise sind nicht immer verfügbar
- trotzdem können Meilen einen klaren Mehrwert liefern
Gerade bei Langstrecken ist der Komfortgewinn enorm – und genau dafür setzen wir Meilen ein.
🎯 Einordnung im Gesamtbild
Im Vergleich zu den anderen Praxisbeispielen zeigt dieser Flug sehr gut:
- Meilen lohnen sich auch bei Partner-Airlines
- Umstiege (hier: Zürich) können zusätzliche Verfügbarkeit bringen
- nicht jeder Deal muss rechnerisch perfekt sein, um praktisch sinnvoll zu sein
Unser Ansatz ist dabei klar:
Wenn Business Class günstiger oder vergleichbar mit Economy ist, dann ist die Entscheidung einfach.
🔗 Verbindung zu den anderen Praxisbeispielen
- Malaysia: maximaler Hebel auf der Langstrecke
- Dublin: Kurz- und Mittelstrecke mit extremem Preisvorteil
- New York: Business Class günstiger als Economy – trotz fehlender Vergleichszahl
Zusammen zeigen diese Beispiele sehr gut, wie unterschiedlich Meilen eingesetzt werden können – und warum wir sie weiterhin sammeln.
👉 Wie sich dieser Flug konkret angefühlt hat und was wir in New York erlebt haben, liest du im ausführlichen Reisebericht New York mit Kindern – unsere Highlights & Erfahrungen.
⬆️ Upgrades mit Meilen – Erfahrung, Realität und klare Grenzen
Upgrades mit Meilen klingen auf den ersten Blick extrem attraktiv:
Man kauft ein vergleichsweise günstiges Economy-Ticket und upgraded später mit Meilen in die Business Class.
Gerade zu Beginn unserer Reisen war das für mich eine sehr spannende Idee – vor allem, weil:
- Economy-Tickets oft gut bezahlbar waren
- Upgrades je nach Strecke relativ wenige Meilen kosteten
- der Sprung von Economy zu Business auf der Langstrecke enorm ist
💡 Unsere ersten Erfahrungen mit Upgrades
Früher waren Upgrade-Angebote tatsächlich sehr attraktiv.
Auf Strecken nach Nordamerika oder Japan waren Upgrades teilweise für rund 50.000 Meilen pro Strecke möglich.
Unser erster Versuch war ein Flug nach Miami:
- Economy-Tickets regulär gekauft
- Upgrade über Miles & More beantragt
- technisch unkompliziert
Auf dem Papier klang das perfekt.
⚠️ Die Realität: Unsicherheit bis kurz vor Abflug
In der Praxis zeigte sich jedoch schnell das größte Problem:
Ein Upgrade ist keine Garantie.
Die Meilen werden zwar vom Konto abgebucht, die tatsächliche Zusage kommt aber oft erst sehr spät – teilweise sogar erst beim Check-in am Schalter.
Das bedeutet:
- keine Planungssicherheit
- Unsicherheit bis kurz vor Abflug
- gerade bei längeren Reisen mental anstrengend
👨👩👧👦 Upgrades mit Familie: alles oder nichts
Ein weiterer entscheidender Punkt zeigte sich, als wir zu fünft unterwegs waren:
Bei gemeinsamen Buchungen funktionieren Upgrades nur für alle oder für keinen.
Sind zum Beispiel:
- nur 4 Business-Plätze frei
- aber 5 Personen gebucht
dann bekommt niemand ein Upgrade.
Für Familien ist das ein massiver Nachteil.
✂️ Aufsplitten der Buchung – funktioniert, aber mit Glück
Beim Flug nach Vancouver haben wir die Buchung auf einzelne Personen aufgeteilt und für jede Person separat Upgrades beantragt.
Das Ergebnis:
- Hinflug: 3 Personen in Business Class
- Rückflug: 2 Personen in Business Class
So ist jeder zumindest einmal Business Class geflogen –
ein schönes Erlebnis, aber organisatorisch aufwendig und nervlich anstrengend.
❌ Wenn es gar nicht funktioniert
Beim Flug nach Japan haben wir den gleichen Ansatz erneut versucht.
Die Business Class war jedoch komplett ausgebucht:
- kein Upgrade auf dem Hinflug
- kein Upgrade auf dem Rückflug
Der Rückflug dauerte rund 14 Stunden – komplett in Economy.
Spätestens hier war für uns klar:
Upgrades sind nichts, worauf man sich verlassen sollte – schon gar nicht als Familie.
🎯 Unser Fazit zu Upgrades
Upgrades mit Meilen können funktionieren – aber nur unter bestimmten Bedingungen:
- eher bei Alleinreisenden
- bei flexiblen Reisedaten
- bei geringer Auslastung
Für Familien gilt dagegen:
- sehr geringe Erfolgswahrscheinlichkeit
- hoher Stressfaktor
- keine Planungssicherheit
🧠 Unser Strategiewechsel: direkt Business Class buchen
Nach diesen Erfahrungen haben wir unsere Strategie klar geändert:
Auf der Langstrecke buchen wir heute direkt Business Class mit Meilen.
Das bedeutet:
- keine Wartelisten
- keine Unsicherheit
- klare Planung von Anfang an
Wir wissen:
- wir sitzen gemeinsam
- wir nutzen die Lounge
- wir können schlafen, essen und ankommen
Gerade auf Langstrecken ist dieser Komfortgewinn massiv – und für uns jeden eingesetzten Meilenpunkt wert.
🔗 Einordnung im Gesamtbild
Der Upgrade-Ansatz war ein wichtiger Lernschritt.
Er hat uns gezeigt, was theoretisch möglich ist – und was praktisch sinnvoll ist.
Genau deshalb setzen wir heute auf:
klare Buchungen statt Hoffnung auf Upgrades.
🧠 Unsere Strategie: Wann wir Meilen einsetzen – und wann nicht
Nach vielen Jahren Erfahrung mit Meilen, Prämienflügen und Upgrades hat sich für uns eine klare Strategie herauskristallisiert.
Sie ist nicht kompliziert – aber konsequent.
Der wichtigste Punkt dabei:
Wir setzen Meilen nicht opportunistisch ein, sondern gezielt.
🎯 Unser Hauptziel: Langstrecke in Business Class
Meilen setzen wir heute fast ausschließlich dort ein, wo der finanzielle Hebel am größten ist:
- Langstreckenflüge
- Business Class
- mehrere Personen
Der Grund ist einfach:
Je teurer das reguläre Ticket, desto größer der Vorteil beim Einlösen von Meilen.
Kurzstrecken oder Economy-Flüge bieten diesen Hebel meist nicht.
Hier sind Barpreise oft vergleichsweise niedrig – und der Meileneinsatz rechnet sich selten wirklich.
❌ Wann wir Meilen bewusst nicht einsetzen
Es gibt einige Situationen, in denen wir Meilen ganz bewusst nicht nutzen:
- Kurzstrecken mit günstigen Barpreisen
- Economy-Flüge mit schlechtem Meilenwert
- Reisen mit sehr starren Reisedaten und geringer Verfügbarkeit
- Upgrades, bei denen die Zusage unklar oder unsicher ist
In diesen Fällen zahlen wir lieber bar – und sammeln dabei neue Meilen für spätere, bessere Einsätze.
⏳ Geduld statt Schnellschuss
Ein weiterer zentraler Bestandteil unserer Strategie ist Geduld.
Wir lösen Meilen nicht ein, nur weil sie vorhanden sind.
Stattdessen warten wir auf:
- passende Verfügbarkeit
- sinnvolle Meilenwerte
- ein gutes Verhältnis zwischen Meilen und Zuzahlung
Das bedeutet auch:
- nicht jede Reise wird mit Meilen gebucht
- manche Reisen zahlen wir komplett bar
- dafür sitzen wir bei ausgewählten Flügen ganz bewusst in der Business Class
🔄 Meilen als langfristiges Guthaben
Für uns sind Meilen kein kurzfristiges Bonusprogramm, sondern ein langfristiges Reiseguthaben.
Wir sammeln Meilen:
- über alltägliche Ausgaben
- über Reisen, Hotels und größere Anschaffungen
- über die gezielte Kombination von Payback und Kreditkarten
Und wir lösen sie dann ein, wenn es wirklich Sinn ergibt.
👨👩👧👦 Unsere Perspektive als Familie
Als Familie mit fünf Personen spielt noch ein weiterer Faktor eine entscheidende Rolle: Planbarkeit.
Deshalb bevorzugen wir:
- direkte Buchungen in Business Class
- eine klare Sitzplatzsituation
- verlässliche Reiseplanung
Unsicherheit durch Wartelisten oder späte Upgrade-Zusagen vermeiden wir bewusst.
🧭 Kurz zusammengefasst
Unsere Strategie ist kein Geheimnis, sondern eine klare Haltung:
- sammeln ohne Mehrkonsum
- einlösen mit maximalem Hebel
- Geduld statt Aktionismus
- Komfort dort, wo er wirklich zählt
Oder anders gesagt:
Meilen sollen Reisen besser machen – nicht komplizierter.
❓ Häufige Fragen zum Meilen sammeln & Einlösen (FAQ)
❓ Lohnt sich Meilen sammeln heute überhaupt noch?
Ja – aber nicht mehr so pauschal wie früher.
Meilen lohnen sich heute vor allem dann, wenn man sie gezielt einsetzt, etwa für Langstreckenflüge in der Business Class.
Für Kurzstrecken oder günstige Economy-Flüge ist der Gegenwert oft gering.
❓ Für welche Flüge lohnen sich Meilen am meisten?
Der größte Mehrwert entsteht bei:
- Langstrecken
- Business Class
- mehreren reisenden Personen
Je teurer das reguläre Ticket, desto größer ist in der Regel der Vorteil beim Einlösen von Meilen.
❓ Sind Upgrades mit Meilen eine gute Idee?
Upgrades klingen attraktiv, sind in der Praxis aber oft unsicher:
- Zusagen kommen häufig sehr spät
- Verfügbarkeiten sind unklar
- bei mehreren Personen sinkt die Erfolgswahrscheinlichkeit stark
Gerade für Familien ist die fehlende Planungssicherheit ein großer Nachteil.
Wir bevorzugen daher heute direkte Buchungen in Business Class statt Upgrades.
❓ Sollte man Meilen einfach einsetzen, sobald man genug hat?
Nein.
Einer der häufigsten Fehler ist es, Meilen einzusetzen, nur weil sie verfügbar sind. Vor jeder Einlösung sollte man vergleichen:
- aktueller Barpreis
- Höhe der Zuzahlung
- geforderte Meilen
Erst dieser Vergleich zeigt, ob ein Deal wirklich gut ist – oder nur „gefühlt günstig“.
❓ Warum sind Payback-Bonusaktionen so wichtig?
Payback-Punkte lassen sich 1:1 in Miles-&-More-Meilen umwandeln.
Mehrmals im Jahr gibt es zusätzlich Bonusaktionen (z. B. +15 %, +25 % oder +30 %).
Wer Punkte sofort überträgt, verschenkt oft einen erheblichen Teil des Potenzials. Geduld zahlt sich hier fast immer aus.
❓ Funktioniert Meilen sammeln auch ohne zusätzlichen Konsum?
Ja – und genau das ist entscheidend.
Wir sammeln Meilen ausschließlich über Ausgaben, die ohnehin anfallen, z. B.:
- Flüge und Hotels
- Mietwagen
- Technik und größere Anschaffungen
- alltägliche Einkäufe über Payback
Zusätzlicher Konsum nur wegen Meilen lohnt sich nicht.
❓ Warum ist Verfügbarkeit oft das größte Problem?
Heute ist nicht die Meilenmenge der Engpass, sondern die Verfügbarkeit – vor allem in Ferienzeiten.
Gerade bei festen Reisedaten kann es passieren, dass:
- keine Prämienflüge verfügbar sind
- Business Class komplett ausgebucht ist
- selbst Economy-Flüge fehlen
Flexibilität und langfristige Planung sind daher extrem wichtig.
❓ Was ist der größte Fehler beim Meilen sammeln?
Der größte Fehler ist eine falsche Erwartungshaltung.
Meilen sind kein Selbstläufer und kein Last-Minute-Rabattinstrument.
Sie sind aber ein sehr starkes Werkzeug, wenn man sie:
- langfristig sammelt
- realistisch einsetzt
- strategisch einlöst
🧭 Fazit: Lohnt sich Meilen sammeln heute noch?
Meilen sammeln ist heute nicht mehr so einfach und berechenbar wie früher. Feste Meilenwerte, zuverlässige Verfügbarkeiten und echte Meilenschnäppchen sind selten geworden. Wer mit den Erwartungen von früher an das Thema herangeht, wird schnell enttäuscht.
Und trotzdem sammeln wir weiterhin konsequent Meilen.
Nicht aus Nostalgie, sondern aus Realismus. Denn wir wissen inzwischen sehr genau, wann Meilen funktionieren – und wann nicht.
🎯 Der entscheidende Punkt: der richtige Einsatz
Meilen sind kein Allheilmittel für günstiges Reisen.
Sie entfalten ihren Wert vor allem dann, wenn:
- reguläre Ticketpreise sehr hoch sind
- es um Langstrecken geht
- Business Class im Spiel ist
- genügend Flexibilität bei Verfügbarkeit und Timing vorhanden ist
In genau diesen Situationen lassen sich mit Meilen auch heute noch mehrere tausend Euro sparen.
⏳ Geduld, Timing und Erwartungen
Timing und Verfügbarkeit spielen heute eine deutlich größere Rolle als früher.
Nicht jede Reise lässt sich mit Meilen abbilden – und schon gar nicht spontan oder in Ferienzeiten.
Deshalb sehen wir Meilen als langfristiges Reiseguthaben:
- gesammelt über einen längeren Zeitraum
- gezielt eingesetzt
- nicht verbraucht aus Ungeduld
Diese Haltung nimmt Druck aus dem Thema – und verhindert Fehlentscheidungen.
👨👩👧👦 Unsere persönliche Schlussfolgerung
Wir sammeln Meilen nicht, um möglichst oft „gratis“ zu fliegen.
Wir sammeln Meilen, um bestimmte Reisen bewusst besser zu machen, die wir sonst nicht oder nur sehr eingeschränkt realisieren würden.
Gerade als Familie bedeutet das für uns:
- mehr Komfort auf langen Strecken
- weniger Erschöpfung bei der Ankunft
- einen entspannteren Start und Abschluss einer Reise
✈️ Unser Fazit in einem Satz
Meilen sind kein Versprechen – aber ein starkes Werkzeug, wenn man sie realistisch, geduldig und strategisch einsetzt.
Genau deshalb funktionieren sie für uns bis heute.
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