💳 Kreditkarten auf Reisen – meine ehrlichen Erfahrungen aus vielen Fernreisen
Kreditkarten auf Reisen gehören zu den Dingen, über die man sich oft zu wenig Gedanken macht – bis es unterwegs plötzlich teuer oder stressig wird. Nach vielen Reisen, Fernzielen, Roadtrips und Familienurlauben habe ich mir über die Jahre eine klare Kreditkarten-Strategie aufgebaut.
In diesem Beitrag geht es nicht um Werbung, sondern ausschließlich um meine persönlichen Erfahrungen. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, unnötige Gebühren zu vermeiden, Stress zu reduzieren oder die eigene Kartenkombination zu überdenken.
Kurz zusammengefasst:
Auf Reisen nutze ich nicht eine Kreditkarte für alles, sondern die richtige Karte für den richtigen Zweck:
- Barclays für Zahlungen außerhalb der Euro-Zone ohne Gebühren
- Miles & More zum Meilensammeln
- Amex Platinum für Lounges, Versicherungen und als Backup
Genau diese Kombination hat sich auf vielen Reisen bewährt.
🔎 Transparenz-Hinweis
Dieser Beitrag ist keine Werbung und keine Empfehlung einer Bank.
Ich nutze alle genannten Kreditkarten selbst auf Reisen und schildere ausschließlich meine eigenen Erfahrungen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit.
🌍 Meine wichtigste Reisekreditkarte: Barclays Visa
Die Barclays Visa ist für mich die wichtigste Karte auf Reisen, vor allem außerhalb der Euro-Zone.
Warum ich sie fast immer nutze
- ✅ 0 % Auslandseinsatzgebühr
- ✅ komplett kostenlos
- ✅ mehrere kostenlose Partnerkarten
- ✅ weltweit hohe Akzeptanz
- ✅ ideal für Hotels, Mietwagen, Restaurants & Shopping
Warum 0 % Auslandseinsatzgebühr so entscheidend ist
Viele Kreditkarten verlangen im Ausland 1,75 % bis 2 % Gebühren – still und leise auf jede Zahlung.
| Reisekosten | 2 % Gebühr | Barclays (0 %) |
|---|---|---|
| 10.000 € | 200 € | 0 € |
| 20.000 € | 400 € | 0 € |
| 30.000 € | 600 € | 0 € |
👉 Das ist echtes Geld, das man ohne Mehrwert verliert.
Meine Regel:
➡️ Alle Zahlungen außerhalb des Euro-Raums laufen über die Barclays.
✈️ Meilen sammeln ohne Verfall: Miles & More Kreditkarte
Die Miles & More Kreditkarte nutze ich gezielt zum Meilensammeln.
Warum sie für mich Sinn macht
- ✈️ Meilen verfallen nicht
- 💳 1 Meile pro 2 € Umsatz (privat)
- 💼 1:1 Meilen in der Business-Variante
- ideal für laufende Ausgaben & größere Zahlungen im Euro-Raum
Alles rund um:
- Meilenstrategie
- Prämienflüge
- Upgrades
kommt in einem separaten Blog, damit es hier übersichtlich bleibt.
Meine Nutzung:
- Euro-Zahlungen → Miles & More
- Fokus: Meilen maximieren
- Nicht-Euro-Zahlungen → nicht ideal wegen Gebühren
Weitere Informationen zum Vielfliegerprogramm findest du direkt beim Miles & More Programm von Lufthansa, wo alle Regeln zu Meilen, Verfall und Status transparent erklärt sind. 👉 Offizielle Miles & More Seite (Lufthansa)
🛡️ Komfort & Sicherheit: American Express Platinum Business
Die Amex Platinum Business ist teuer – aber nicht automatisch schlecht.
Die nackten Zahlen
- 💰 ca. 850 € Jahresgebühr
Klingt viel – ist es aber nur, wenn man die Karte nicht nutzt.
Was man real zurückbekommt
- 💻 200 € Dell Guthaben
- ✈️ 200 € Reiseguthaben
- 🚗 Sixt Guthaben
- 🛫 Priority Pass Prestige (allein ca. 480 € / Jahr)
- 🛡️ umfangreiche Reise- & Mietwagenversicherungen
(wichtig: nur bei Kartenzahlung gültig)
👉 Nutzt man diese Leistungen, ist die Karte faktisch kostenneutral.
Lounges mit Kindern – für uns ein echter Mehrwert
Gerade mit Kindern sind Lounges kein Luxus, sondern oft pure Erleichterung:
- Ruhe
- Essen & Getränke
- saubere Toiletten
- entspannter Start in lange Reisetage
Wir waren mehrfach mit allen Kindern in der Lounge, obwohl wir Economy geflogen sind.
Ohne den Priority Pass wäre das entweder teuer oder gar nicht möglich gewesen.
Besonders praktisch:
➡️ Lounges lassen sich direkt in der Amex App finden.
Eine Übersicht zu Lounge-Zugängen und dem Priority-Pass-System bietet die offizielle Priority Pass Erklärung, inklusive Details zu teilnehmenden Lounges weltweit. 👉 Offizielle Priority Pass Seite
🚨 Wenn das Kartenlimit unterwegs erreicht ist – echte Erfahrung aus Florida
Das Thema Kartenlimit habe ich leider schon sehr real erlebt – in Florida.
Durch:
- Hotels
- Mietwagen
- Kautionen
- laufende Ausgaben
war das Limit meiner Kreditkarte plötzlich ausgeschöpft
Das Problem:
Das Limit konnte ich nur per App erhöhen – dafür hätte ich meine europäische SIM aktivieren müssen. Die Folge wären hohe Roaming-Kosten gewesen.
Am Ende habe ich die letzten Rechnungen einfach mit meiner zweiten Kreditkarte bezahlt.
👉 Genau deshalb habe ich immer mindestens zwei Karten dabei.
🧠 Kartenlimit clever managen – mein Trick aus Japan
In Japan war ich dann schon schlauer.
Ich habe gemerkt, dass mein Kartenlimit langsam knapp wird – bevor es kritisch wurde.
Statt das Limit zu erhöhen, habe ich einfach Geld auf die Kreditkarte überwiesen.
Das Ergebnis:
- offener Saldo sinkt
- verfügbares Limit wird sofort wieder frei
Die Online-Überweisung ging schnell und unkompliziert – und hat mir unterwegs viel Stress erspart.
➡️ Wichtiger Tipp:
Eine Einzahlung auf die Kreditkarte kann effektiver sein als jede Limitänderung.
🧳 Warum ich nie nur eine Karte dabeihabe
Auf Reisen kann immer etwas passieren:
- Karte gesperrt
- Limit erreicht
- App nicht erreichbar
- Automat schluckt die Karte
Meine Regel:
- mindestens zwei Kreditkarten
- physisch getrennt aufbewahren
- unterschiedliche Anbieter
Die Amex ist für mich hier ein sehr gutes Backup – vor allem wegen des Services.
Wir brauchten ihn bisher nie, aber zu wissen, dass Hilfe erreichbar wäre, gibt Sicherheit.
🚗 Mietwagen & Kautionen – oft unterschätzt
Gerade bei Mietwagen wird schnell klar, warum eine echte Kreditkarte wichtig ist.
- Kautionen liegen oft zwischen 800 € und 3.000 €
- Debitkarten werden häufig abgelehnt
- Diskussionen vor Ort kosten Zeit und Nerven
Ich buche Mietwagen und hinterlege Kautionen immer mit einer klassischen Kreditkarte.
Nach einem Langstreckenflug mit Familie spart das enorm viel Stress.
🧩 Meine Kreditkarten-Strategie heute
Nach vielen Reisen hat sich ein klarer Ablauf etabliert:
1️⃣ Miles & More Business
→ alle Euro-Zahlungen, Fokus Meilen
2️⃣ Barclays Visa
→ alle Zahlungen außerhalb der Euro-Zone
3️⃣ Amex Platinum
→ Lounges, Versicherungen, Benefits & Backup
🎯 Ziel:
- maximale Meilen
- minimale Gebühren
- maximaler Komfort
In unseren Reiseberichten, etwa zur Japan-Rundreise oder zum Florida-Roadtrip, zeigen wir, wie sich diese Kreditkartenstrategie in der Praxis bewährt hat.
✈️ Kreditkarten-Check vor jeder Reise
Bevor wir aufbrechen, gehen wir diese kurze Checkliste durch – sie hat uns unterwegs schon mehrfach vor Stress und Zusatzkosten bewahrt.
✔ Kartenlimits prüfen
✔ Auslandseinsatz aktiviert?
✔ Möglichkeit zur Überweisung auf die Kreditkarte kennen
✔ Zweite Karte eingepackt
✔ Karten getrennt aufbewahren
✔ Priority Pass aktiv
✔ Versicherungen nur bei Kartenzahlung gültig?
✔ Sperrnummern gespeichert
🏁 Unser ehrliches Fazit
Unser Fazit zu Kreditkarten auf Reisen: Die richtige Kombination spart Geld, Nerven und sorgt für entspannteres Reisen. Denn es gibt nicht die perfekte Kreditkarte. Aber es gibt eine perfekte Kombination, wenn man weiß, was man will:
- ❌ keine unnötigen Gebühren
- ✈️ Meilen gezielt sammeln
- 🛫 Lounges & Versicherungen sinnvoll nutzen
Wer auf Reisen 10.000 bis 30.000 € ausgibt, kann mit der richtigen Kartenstrategie mehrere hundert Euro pro Jahr sparen – ganz ohne Verzicht.
🔭 Ausblick
Beim Thema Kreditkarten merkt man schnell, wie wichtig auch die richtige Technik auf Reisen ist:
Zugriff auf Banking-Apps, sichere Verbindungen, Notfall-Lösungen – am besten immer über VPN.
👉 Im nächsten Beitrag geht es daher um:
Unsere Reise-Hardware: Laptop, Handy, VPN – was unterwegs wirklich wichtig ist
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