„Wenn ein Mensch London satt hat, hat er das Leben satt.“ – Samuel Johnson
Und genau das können wir nach diesen vier Tagen voller Abenteuer und Entdeckungen bestätigen. London ist nicht einfach nur eine Stadt – London ist eine Welt für sich!
Hier trifft jahrhundertealte Geschichte auf moderne Architektur, hektische Geschäftsviertel wechseln sich mit grünen Parks ab, und an jeder Straßenecke gibt es etwas Neues zu entdecken. Diese Stadt vibriert vor Energie, überrascht mit ihrem Facettenreichtum und hat uns in ihren Bann gezogen.
Während unserer 16-tägigen England- und Schottland-Rundreise (mehr dazu hier), haben wir uns vier Tage Zeit genommen, um in Londons Geschichte, Kultur und Kulinarik einzutauchen. Und doch hatten wir das Gefühl, dass wir gerade einmal an der Oberfläche gekratzt haben.
Lasst euch mitnehmen auf einen spannenden Trip durch eine der faszinierendsten Städte Europas – mit vielen praktischen Tipps, unerwarteten Highlights und Momenten, die uns lange in Erinnerung bleiben werden.
Inhalt
Vier Tage London – Ein Erlebnis für die Sinne
London empfing uns mit typisch britischem Wetter: ein Mix aus Sonnenschein, kühlem Wind und einem gelegentlichen Regenschauer. Doch das störte uns nicht – ganz im Gegenteil! Die Stadt hat selbst bei Nieselregen ihren eigenen Charme, wenn sich die Lichter in den nassen Pflastersteinen spiegeln und die roten Doppeldeckerbusse durch die Straßen sausen.
Unsere Tage waren vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten, königlichen Erlebnissen, historischen Schätzen und unerwarteten Überraschungen. Und damit ein Städtetrip in London reibungslos funktioniert, gibt es einen wichtigen Tipp vorweg.
Unsere Unterkunft – Zentral und praktisch
London ist riesig, und eine zentrale Lage kann viel Stress ersparen. Wir entschieden uns für das Novotel London Blackfriars, ein modernes und familienfreundliches Hotel, das uns mit geräumigen Zimmern, einem exzellenten Frühstück und einem Pool überraschte. Die perfekte Kombination aus Komfort und guter Lage!
Tower Bridge – Eine Brücke mit Geschichte
Unsere Reise durch London begann mit einem Besuch an einem der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt: der Tower Bridge. Schon aus der Ferne ist sie mit ihren neugotischen Türmen und den beeindruckenden blauen Stahlkonstruktionen ein echter Hingucker – aber erst, wenn man sie selbst betritt und erkundet, entfaltet sie ihre volle Faszination.
Die gläserne Fußgängerpassage – Nervenkitzel mit Aussicht
Unser erster Halt war die gläserne Fußgängerpassage, die sich hoch über der Fahrbahn zwischen den beiden Brückentürmen erstreckt. Der Blick von hier oben war schlicht atemberaubend: Direkt unter uns floss die Themse, während Schiffe in gemächlichem Tempo darunter hindurchfuhren. In der Ferne erstreckte sich die Skyline Londons, mit modernen Wolkenkratzern wie The Shard und historischen Wahrzeichen wie dem Tower of London.
Doch der wahre Nervenkitzel begann, als wir uns dem Glasboden näherten. Zuerst zögerten wir – es ist schon ein besonderes Gefühl, durch den Boden hindurch direkt in die Tiefe zu blicken. Doch unsere Kinder waren mutiger als wir und sprangen direkt auf das Glas. Schon bald hatten wir uns daran gewöhnt – und machten es uns zum Spaß, über den Glasboden zu laufen, als würde er uns gar nicht betreffen. Definitiv ein Highlight für Abenteuerlustige!
Maschinenräume unter der Brücke – Ein Blick ins Herz der Technik
Nachdem wir uns an den Ausblicken sattgesehen hatten, begaben wir uns in die Tiefen der Tower Bridge – zu den historischen Maschinenräumen. Während viele Besucher die Brücke nur von oben bestaunen, ist der wahre technische Zauber im Untergrund verborgen.
Hier entdeckten wir die beeindruckenden Dampfmaschinen, die einst die mächtigen Klappmechanismen der Brücke antrieben. Die gewaltigen Kolben und die glänzenden Messingarmaturen wirkten wie aus einer anderen Zeit – ein faszinierender Kontrast zur modernen Technologie, die heute die Brücke steuert.
Eine interaktive Ausstellung erklärte anschaulich, wie die Brücke im 19. Jahrhundert konstruiert wurde und welche Herausforderungen mit ihrem Bau verbunden waren. Besonders spannend:
🔹 Die riesigen Kessel, die einst mit Kohle befeuert wurden, um den notwendigen Dampfdruck für die Hydraulik zu erzeugen.
🔹 Die alten Ventile und Hebel, die von den Ingenieuren mit äußerster Präzision bedient werden mussten.
🔹 Ein Nachbau des Kontrollraums, in dem man sich wie ein Maschinist von damals fühlen konnte.
Die Tower Bridge war für uns weit mehr als nur eine Fotokulisse. Von der gläsernen Fußgängerpassage bis hinunter in die Maschinenräume war dieser Besuch ein absolutes Highlight – eine perfekte Mischung aus Nervenkitzel, Geschichte und Technik.
Tower of London – Wo Geschichte lebendig wird
Gleich neben der Tower Bridge erhebt sich der legendäre Tower of London, eine der geschichtsträchtigsten Festungen Europas. Seit Jahrhunderten war er Schauplatz dramatischer Ereignisse – von königlichen Intrigen bis hin zu düsteren Gefängnisgeschichten. Hier wurden Könige gekrönt, Verräter hingerichtet und wertvolle Schätze gehütet.
Ein besonderes Highlight war die Geschichte der königlichen Tiere, die einst in den Mauern des Towers gehalten wurden. Kaum zu glauben, aber im Mittelalter lebten hier Löwen, Elefanten und sogar ein Bär, die von ausländischen Herrschern als Geschenke an die britischen Monarchen überreicht wurden.
Doch der wahre Höhepunkt unseres Besuchs waren die Kronjuwelen, die in einem eigenen Gebäudetrakt ausgestellt sind. Ein atemberaubendes Erlebnis – doch auch ein Geduldsspiel!
Eine königliche Wartezeit – Theater aus einer anderen Epoche
Trotz unserer vorab gebuchten Tickets mussten wir eine lange Warteschlange in Kauf nehmen, um die berühmten Kronjuwelen zu sehen. Doch zu unserer Überraschung wurde die Wartezeit auf eine ganz besondere Weise verkürzt: durch eine unterhaltsame Vorführung mit Statisten in historischen Kostümen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Direkt neben der Schlange fand eine kleine, improvisierte Theateraufführung statt, die uns in das London von vor etwa 200 Jahren zurückversetzte. Wir waren nicht nur Zuschauer, sondern fühlten uns wie Zeitreisende!
Die Darsteller schlüpften in die Rollen von Wachleuten, höfischen Beamten und exzentrischen Adligen – und lieferten dabei eine brillante Mischung aus humorvollen Szenen, lebendiger Geschichte und typisch britischem Witz.
Besonders amüsant:
🔹 Ein zerstreuter Offizier, der versuchte, ein Protokoll für eine königliche Zeremonie aufzustellen – und dabei ständig ins Chaos geriet.
🔹 Ein hitziger Disput zwischen einem Wachsoldaten und einem angeblichen Dieb, der beteuert, nur „versehentlich“ etwas aus der königlichen Schatzkammer eingesteckt zu haben.
🔹 Eine feine Dame, die sich lautstark über das „unmögliche Benehmen“ der unteren Gesellschaftsschicht beschwerte – während ein neugieriger Straßenjunge ihr die Geldbörse zu entwenden versuchte.
Die Darsteller spielten ihre Rollen mit so viel Leidenschaft und Humor, dass die Wartezeit wie im Flug verging. Selbst unsere Kinder waren völlig gefesselt, und das will etwas heißen!
🎥 Mehr dazu in meinem Video!
Ich habe einige der besten Szenen dieser einzigartigen Darbietung in einem kurzen Video festgehalten. Falls ihr sehen wollt, wie sich das London von vor 200 Jahren mitten im Tower of London entfaltet, schaut euch das Video hier an
Die Aussicht – Ein königlicher Blick über London
Nachdem wir die Kronjuwelen bestaunt hatten, erkundeten wir noch die massiven Burgmauern. Von hier oben bot sich ein atemberaubender Blick auf die Stadt – die Tower Bridge in ihrer ganzen Pracht, die Themse mit ihren Booten und die Skyline Londons, in der sich Tradition und Moderne perfekt vereinen.
Trooping the Colour – Die Parade des Jahres (und ein Glückstreffer!)
Unser Tag begann mit einem Spaziergang entlang der Downing Street, der wohl bekanntesten Adresse der britischen Politik. Auch wenn der Zugang zur berühmten Hausnummer 10 streng bewacht ist, spürte man die geschichtsträchtige Atmosphäre dieser Straße, in der seit Jahrhunderten die Geschicke Großbritanniens gelenkt werden.
Von dort aus ging es weiter zu den Horse Guards, wo wir einen kurzen Stopp einlegten, um die imposanten Wachen auf ihren majestätischen Pferden zu bestaunen. Es herrschte reges Treiben – Touristen versuchten, den perfekten Schnappschuss zu ergattern, während die Wachsoldaten in ihrer typisch britischen Ruhe verharrten. Die Uniformen, die blank polierten Helme und die disziplinierte Haltung der Wachen gaben uns das Gefühl, mitten in einer Filmszene zu stehen.
Nach ein paar Fotos setzten wir unseren Weg fort und landeten am Trafalgar Square. Hier herrschte das gewohnte Londoner Gewusel – Straßenkünstler, Einheimische, die sich auf den Treppen entspannten, und natürlich jede Menge Touristen, die sich an den beeindruckenden Löwenstatuen und der Nelsonsäule versuchten. Trafalgar Square ist so etwas wie das Herz Londons – lebendig, chaotisch, aber dennoch voller Geschichte.
Unser eigentliches Ziel war der Buckingham Palace, doch auf dem Weg dorthin erlebten wir eine absolute Überraschung – und eines der größten Highlights unseres gesamten London-Trips.
Ein royaler Glückstreffer – Trooping the Colour hautnah erleben
Als wir den The Mall, die prachtvolle Prachtstraße zum Buckingham Palace, entlanggingen, bemerkten wir plötzlich, dass sich die Menschen am Straßenrand zu sammeln begannen. Zunächst dachten wir an eine Wachablösung, doch dann hörten wir die ersten Trommelschläge und Fanfaren – und fanden uns mitten in der Generalprobe für Trooping the Colour wieder!
Wir hatten keine Ahnung, dass wir genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort waren. Hunderte Soldaten in perfekt sitzenden Uniformen ritten in absoluter Präzision, während die prachtvollen Pferde mit einer fast unnatürlichen Eleganz über den Asphalt schritten.
Es war beeindruckend, mitreißend – und verursachte Gänsehaut.
Wir beobachteten, wie die Truppen ihre Formationen einnahmen, Offiziere strenge Kommandos gaben und Trompetenstöße die Luft erfüllten. Die Atmosphäre war feierlich, fast majestätisch – als hätte sich die Zeit für einen Moment zurückgedreht.
Dieser unerwartete Glückstreffer machte unseren Tag perfekt – und zeigte uns einmal mehr, dass in London immer eine Überraschung um die Ecke lauert.
Buckingham Palace – Ein königliches Erlebnis
Im Anschluss an die Parade sind wir noch zum Buckingham Palace gegangen. Natürlich durfte ein Besuch des altehrwürdigen Buckingham Palace nicht fehlen. Die Wachablösung war ein echtes Spektakel, das selbst die Kinder faszinierte. Der Palast selbst beeindruckte uns mit seiner majestätischen Fassade und der reichen Geschichte. Leider war es total voll, auch hier gilt, besser früh kommen.
Nach diesem aufregenden Erlebnis gönnten wir uns eine Pause im Fishcotheque, einem gemütlichen Lokal nahe der Waterloo Station. Die knusprigen Fischfilets und die dicken Pommes waren genau das, was wir nach dem Sightseeing brauchten.
London Eye – Ein schöner Ausblick mit Tücken
Ein Besuch beim berühmten London Eye stand ebenfalls auf unserer Liste, doch leider war das Erlebnis weniger berauschend. Die Wartezeiten waren trotz Tickets extrem lang, und der Preis schien uns nicht gerechtfertigt. Zwar war der Blick auf die Stadt beeindruckend, doch das Ganze wirkte sehr überteuert für diese kurze Fahrt.
British Museum – Eine Reise durch Jahrtausende
Nach all den königlichen Erlebnissen und monumentalen Sehenswürdigkeiten Londons freuten wir uns darauf, in eine völlig andere Welt einzutauchen – oder besser gesagt, in viele verschiedene Welten. Das British Museum ist kein gewöhnliches Museum – es ist eine Zeitreise durch die gesamte Menschheitsgeschichte, unter einem Dach versammelt.
Schon beim Betreten des Museums wurden wir von seiner beeindruckenden Architektur in den Bann gezogen. Das Herzstück ist die Great Court, die größte überdachte Innenhalle Europas. Die gläserne Kuppel, entworfen von Sir Norman Foster, lässt Tageslicht in die riesige, weiße Marmorhalle strömen – ein atemberaubender Kontrast zu den antiken Artefakten, die hier ausgestellt sind.
Allein diese Halle ist schon ein Erlebnis. Man könnte hier stundenlang sitzen, die Stimmung aufsaugen und den Blick schweifen lassen. Doch wir waren nicht nur wegen der Architektur hier – sondern wegen einigen der bedeutendsten Schätze der Weltgeschichte.
Unser erster Halt war einer der berühmtesten Exponate des Museums – der Stein von Rosetta. Dieser unscheinbare, schwarze Granitstein ist der Grund, warum wir heute die ägyptischen Hieroglyphen lesen und verstehen können.
Wir stellten uns vor, wie sich Forscher vor über 200 Jahren den Kopf darüber zerbrachen, was die Zeichen bedeuteten – bis Jean-François Champollion schließlich das Rätsel löste und die Hieroglyphen entschlüsselte. Ein echtes Gänsehautmoment, ein solch bedeutendes Stück Weltgeschichte aus nächster Nähe zu sehen!
Die nächste Abteilung war für uns besonders faszinierend – und auch ein wenig gruselig! Die Mumien-Galerie im British Museum ist eine der besten außerhalb Ägyptens und gibt einen einzigartigen Einblick in die jenseitige Welt der Pharaonen.
Besonders beeindruckend:
🔹 Die Mumie von „Ginger“, eine der ältesten, natürlich erhaltenen Mumien der Welt – über 5.000 Jahre alt!
🔹 Die prächtig verzierte Sarkophage, in denen die Mumien lagen – mit feinen Goldverzierungen und kunstvollen Hieroglyphen.
🔹 Die Katzenmumien! Ja, die alten Ägypter balsamierten nicht nur Menschen ein, sondern auch ihre geliebten Haustiere.
Unsere Kinder konnten sich kaum losreißen. Es war, als wären wir mitten in einer Indiana-Jones-Szene gelandet!
Ein weiteres Highlight wartete auf uns: die kolossalen Steintore aus Mesopotamien, die in ihrer schieren Größe und Detailtreue beeindruckten. Diese riesigen Tore und Statuen stammen aus den antiken Reichen Babylons und Assyriens – ein Blick in eine längst vergessene Welt, die einst zu den mächtigsten Kulturen der Erde gehörte.
Unsere Kinder waren besonders von den geflügelten Stierfiguren mit menschlichen Köpfen fasziniert. Diese imposanten Schutzgeister, die sogenannten Lamassu, standen einst an den Eingängen der assyrischen Königspaläste und sollten Feinde abschrecken.
Die Feinheit der Reliefs, die noch nach Tausenden von Jahren perfekt erhalten sind, ließ uns staunen. Die Steinmetze der damaligen Zeit waren wahre Meister ihres Handwerks!
Nach dem alten Ägypten und Mesopotamien reisten wir weiter in die asiatische Welt, wo uns ein völlig anderes, aber ebenso faszinierendes Spektrum an Kunst und Kultur erwartete.
Unsere Highlights:
🔹 Die riesige Buddha-Statue aus dem 7. Jahrhundert – ein Meisterwerk der Steinmetzkunst, das Ruhe und Erhabenheit ausstrahlte.
🔹 Die filigranen Samurai-Rüstungen aus Japan, die mit ihrer kunstvollen Verarbeitung und den verzierten Helmen fast aus einem Fantasy-Film zu stammen schienen.
🔹 Die bemalten chinesischen Vasen aus der Ming-Dynastie, die mit ihren blauen und weißen Mustern eine unglaubliche Detailtreue zeigten.
Unsere Kinder waren begeistert – besonders von den schmiedeeisernen Samurai-Schwertern, die einst von den legendären Kriegern Japans geführt wurden.
Jeder Ausstellungsraum war eine eigene Welt für sich – und wir hätten hier Stunden verbringen können.
Am Ende unseres Besuchs waren wir uns alle einig: Das British Museum ist ein absolutes Muss für jeden London-Besucher!
💡 Unsere Tipps für euch:
✔ Viel Zeit mitbringen! Man könnte hier locker einen ganzen Tag verbringen.
✔ Sich vorher die Highlights raussuchen! Das Museum ist riesig – ein Plan hilft, sich zu orientieren.
✔ Unbedingt die asiatischen, ägyptischen und mesopotamischen Ausstellungen besuchen!
✔ Den Rosetta-Stein nicht verpassen!
London hat viele großartige Museen, aber das British Museum ist in seiner Vielfalt und Bedeutung einfach einzigartig. Es fühlt sich an, als würde man in ein Portal steigen und einmal um die ganze Welt reisen – von Ägypten nach Babylon, von China nach Rom.
Definitiv eines unserer Highlights in London!
Westminster Abbey – Das Herz der britischen Monarchie
Es gibt viele beeindruckende Kirchen auf der Welt – aber keine, die uns so in den Bann gezogen hat wie Westminster Abbey. Schon als wir das imposante Gebäude von außen betrachteten, wurde uns klar: Das hier ist nicht einfach nur eine Kirche – das ist ein Monument der Geschichte, ein Symbol der Macht und Tradition Großbritanniens.
Seit Jahrhunderten ist die Westminster Abbey Schauplatz königlicher Krönungen, Hochzeiten und Beisetzungen – ein Ort, an dem die Geschichte Englands buchstäblich in Stein gemeißelt ist. Doch es war nicht nur die historische Bedeutung, die uns faszinierte, sondern auch die schiere Größe und die atemberaubende Architektur.
Schon beim Betreten der Kirche überkam uns Ehrfurcht. Die gewaltigen gotischen Bögen, die sich scheinbar endlos in die Höhe streckten, die kunstvoll verzierten Säulen, die riesigen Glasfenster, die das Sonnenlicht in bunten Farben auf den Steinboden warfen – alles an diesem Ort strahlte eine Erhabenheit aus, die uns sprachlos machte.
Die filigranen Rippengewölbe wirkten fast wie ein Kunstwerk aus Stein, die verzierten Chorstühle, in denen einst Könige und Adelige saßen, erzählten von vergangenen Jahrhunderten. Westminster Abbey war größer, eindrucksvoller und imposanter als jede Kirche, die wir je zuvor besucht hatten.
Doch was diese Kirche noch außergewöhnlicher machte, war ihre Bedeutung für die britische Monarchie und die Geschichte des Landes. Hier wurden fast alle englischen und später britischen Monarchen seit 1066 gekrönt.
Westminster Abbey ist kein gewöhnliches Gotteshaus – es ist eine Ruhestätte für einige der bedeutendsten Persönlichkeiten der britischen und sogar der Weltgeschichte. Während wir mit dem exzellenten Audioguide durch die Abtei schritten, wurden wir immer wieder überrascht, wer hier alles seine letzte Ruhe gefunden hatte.
Zu den wichtigsten Gräbern, die man unbedingt gesehen haben sollte, gehören:
🔹 Isaac Newton – Der bahnbrechende Physiker und Mathematiker, der das Gesetz der Schwerkraft formulierte. Sein Grabstein ist schlicht, aber sein Erbe revolutionierte die Wissenschaft.
🔹 Charles Darwin – Der Vater der Evolutionstheorie ruht hier – eine ironische Wendung, da seine Theorien damals in kirchlichen Kreisen sehr umstritten waren.
🔹 William Wilberforce – Der britische Politiker, der maßgeblich zur Abschaffung der Sklaverei im Britischen Empire beitrug.
🔹 Königin Elizabeth I. & Maria Stuart (Mary, Queen of Scots) – Die beiden einstigen Rivalinnen aus der Tudor-Zeit liegen hier nur wenige Meter voneinander entfernt. Ironischerweise erhielt Maria Stuart nach ihrem dramatischen Schicksal letztlich doch ein königliches Begräbnis neben ihrer Widersacherin.
🔹 Geoffrey Chaucer & Charles Dickens (Poets’ Corner) – In der berühmten Poets’ Corner sind zahlreiche große Schriftsteller und Dichter Großbritanniens begraben oder geehrt worden. Ein Gänsehautmoment für alle Literaturfans!
Doch das war längst nicht alles – in Westminster Abbey befinden sich über 3.300 Gräber von Königen, Königinnen, Adligen, Wissenschaftlern, Philosophen, Dichtern und Politikern. Jede Ecke, jeder Gang, jede Kapelle ist mit Geschichte gefüllt.
Neben dem Hauptraum gibt es zahlreiche Seitenschiffe und Kapellen, die mit beeindruckenden Schnitzereien, Marmorreliefs und Grabmälern geschmückt sind.
🔹 Besonders beeindruckend fanden wir die Lady Chapel, eine der prächtigsten Kapellen in Westminster Abbey. Ihr filigranes Deckenmuster und die kunstvollen Wappen der Ritter des Hosenbandordens (einer der ältesten Ritterorden der Welt) verliehen ihr eine besondere Erhabenheit.
🔹 Die Stained Glass Windows, die bunten Glasfenster, sind ein absolutes Kunstwerk für sich. Das Henry VII Chapel Window gehört zu den schönsten der Kirche.
🔹 Die Königlichen Gräber in den verschiedenen Kapellen sind ein weiteres Highlight – besonders beeindruckend sind die reich verzierten Grabmäler von Heinrich VII. und Eduard dem Bekenner, einem der ersten englischen Könige.
Neben dem Hauptraum gibt es zahlreiche Seitenschiffe und Kapellen, die mit beeindruckenden Schnitzereien, Marmorreliefs und Grabmälern geschmückt sind.
🔹 Besonders beeindruckend fanden wir die Lady Chapel, eine der prächtigsten Kapellen in Westminster Abbey. Ihr filigranes Deckenmuster und die kunstvollen Wappen der Ritter des Hosenbandordens (einer der ältesten Ritterorden der Welt) verliehen ihr eine besondere Erhabenheit.
🔹 Die Stained Glass Windows, die bunten Glasfenster, sind ein absolutes Kunstwerk für sich. Das Henry VII Chapel Window gehört zu den schönsten der Kirche.
🔹 Die Königlichen Gräber in den verschiedenen Kapellen sind ein weiteres Highlight – besonders beeindruckend sind die reich verzierten Grabmäler von Heinrich VII. und Eduard dem Bekenner, einem der ersten englischen Könige.
Nach unserem Besuch in Westminster Abbey waren wir uns einig: Diese Kirche ist nicht nur ein historisches Meisterwerk, sondern einer der faszinierendsten Orte, die wir je besucht haben.
Die Mischung aus atemberaubender Architektur, jahrhundertealter Tradition, den Gräbern berühmter Persönlichkeiten und den königlichen Krönungszeremonien macht sie zu einem Muss für jeden London-Besucher.
💡 Tipp:
✔ Unbedingt den Audioguide mitnehmen! Die Erklärungen sind lebendig, informativ und lassen einen die Kirche mit anderen Augen sehen.
✔ Plant mindestens zwei Stunden ein – Westminster Abbey ist riesig, und es gibt so viel zu entdecken.
✔ Früh morgens oder am späten Nachmittag kommen, um den größten Besucherandrang zu vermeiden.
Wir haben bereits viele beeindruckende Kirchen auf unseren Reisen gesehen – aber keine hat uns so beeindruckt wie Westminster Abbey. Ein absolutes Highlight unserer London-Tour!
Unser Fazit: London – Ein Städtetrip, der begeistert!
London hat uns mit seiner Vielseitigkeit, Geschichte und beeindruckenden Atmosphäre restlos begeistert. Diese Stadt vereint königlichen Glanz, faszinierende Museen, imposante Architektur und lebendige Straßenkultur – ein echtes Paradies für Entdecker.
Besonders in Erinnerung bleiben uns die atemberaubende Tower Bridge mit ihren historischen Maschinenräumen, die mitreißende Parade Trooping the Colour, die majestätische Westminster Abbey mit ihren königlichen Gräbern und das unglaublich beeindruckende British Museum, das uns auf eine Weltreise durch die Geschichte mitgenommen hat.
Selbst Wartezeiten wurden hier zu Erlebnissen – sei es durch lebendige Vorführungen im Tower of London oder durch die fesselnden Audioguides in Westminster Abbey. London ist eine Stadt, die man nicht nur besichtigt, sondern erlebt!
Auch wenn uns das London Eye nicht überzeugen konnte, bot die Stadt so viele unvergessliche Momente, dass wir sicher sind: Wir kommen wieder! London hat noch so viel mehr zu bieten, und wir freuen uns schon auf die nächste Entdeckungstour.
📌 Weiterlesen: Mehr zu unserem England-Schottland-Trip gibt es hier.
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