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Kyoto mit Kindern – Blick aus einem traditionellen Tempel auf einen japanischen Garten mit sitzendem Paar
Ein Kyoto-Moment, den wir nie vergessen: still sitzen, Schuhe aus – und einfach nur Garten schauen.

Kyoto mit Kindern – 5 Tage voller Tempel, Bambuswald & Samurai-Abenteuer

🏯 Kyoto mit Kindern – zwischen Torii-Toren und Zen-Gärten

Kyoto mit Kindern – allein der Gedanke daran fühlte sich vor unserer Reise ganz anders an als Tokio. Weniger Neon. Weniger Geschwindigkeit. Mehr Geschichte. Mehr Tempel. Mehr Tradition.

Aber funktioniert Kyoto als Familienreise wirklich? Eine Stadt mit über 1.600 Tempeln und Schreinen, mit jahrhundertealter Architektur und einer Atmosphäre, die eher nach stiller Ehrfurcht als nach Action klingt?

Nach fünf intensiven Tagen können wir sagen: Kyoto mit Kindern funktioniert – und zwar überraschend gut. Anders als Tokio. Ruhiger. Konzentrierter. Aber mindestens genauso beeindruckend.

In diesem Kyoto Reisebericht mit Kindern teilen wir unsere persönlichen Erfahrungen, praktische Reisetipps und ehrlichen Einschätzungen zu den wichtigsten Kyoto Sehenswürdigkeiten, spannenden Tagesausflügen ab Kyoto und zur entspannten Planung einer Reise mit Familie.

Was Kyoto für uns so besonders machte, war dieser stetige Wechsel zwischen Spiritualität und Alltag. Die endlosen roten Torii-Tore des Fushimi Inari. Die fast greifbare Stille in einem Zen-Garten. Gold, das sich im Wasser spiegelt. Bambus, der im Wind rauscht.

Und dann wieder: Bahnhofstrubel, Einkaufszentren unter dem Kyoto Tower, Eispausen zwischendurch – ganz normales Familienleben mitten zwischen historischen Kyoto Tempeln.

Es waren nicht nur die bekannten Kyoto Highlights, die uns in Erinnerung bleiben. Es war das Barfußlaufen über jahrhundertealte Holzböden in einer Samurai-Burg. Das Verbeugen vor einem Reh beim Tagesausflug nach Nara. Das Staunen vor 1.001 goldenen Buddha-Statuen.

Kyoto mit Kindern ist keine klassische Städtereise.
Man bewegt sich durch Geschichte. Man spürt Tradition. Und merkt irgendwann, dass genau diese Mischung aus Ruhe, Struktur und kultureller Tiefe eine Reise nach Kyoto mit Familie zu etwas ganz Besonderem macht.

Kyoto ist keine Stadt, die laut beeindruckt.
Sie wirkt langsam. Leise. Und manchmal erst beim zweiten Hinsehen.

Vielleicht liegt genau darin ihre Kraft – zwischen roten Torii, knarrenden Holzböden und diesen stillen Momenten, in denen man einfach nur sitzt und in einen Garten schaut.

Unser Kyoto-Moment: Es war nicht der Goldene Pavillon. Nicht der Bambuswald. Es war der Moment im Nishi Hongan-ji Tempel. Diese schiere Größe der Holzhallen – und gleichzeitig eine fast ehrfürchtige Stille. Alles wirkte weit, offen und doch vollkommen ruhig. Und dann Tōfuku-ji. Kein Gedränge, kein Lärm – nur wir, der Zen-Garten und dieser meditative Blick ins Grün. Wir hätten dort einfach sitzen bleiben können. Genau dort wurde Kyoto für uns leise – und tief.

Hinweis:
Dieser Reisebericht basiert auf unseren persönlichen Erfahrungen. Einige Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du darüber buchst, erhalten wir eine kleine Provision – für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. ❤️

🧭 Auf dieser Seite

🏯 Kyoto auf einen Blick

🏯 Unsere Highlights in Kyoto – unsere Must-Sees & Erlebnisse

⛩️ Traditionelles Kyoto & spirituelle Orte:
Fushimi Inari-Taisha (Torii-Tunnel) • Tōfuku-ji (Zen-Garten) • Sanjūsangen-dō (1.001 Kannon-Statuen) • Nishi Hongan-ji • ruhige Tempelanlagen abseits der Hauptströme

🥇 Ikonische Sehenswürdigkeiten & UNESCO-Highlights:
Kinkaku-ji (Goldener Pavillon) • Tenryū-ji (UNESCO-Welterbe) • Nijō-Burg (Shogun-Residenz mit Nachtigallenboden) • Himeji Burg (Tagesausflug)

🎋 Natur & besondere Atmosphäre:
Arashiyama Bambuswald • Tempelgärten & Zen-Anlagen • Spaziergänge zwischen historischen Holzhäusern • Parkanlagen in Nara mit freilaufenden Rehen

🎎 Historisches Stadtbild & Geisha-Viertel:
Gion • Hanamikoji-dōri • traditionelle Machiya-Holzhäuser • Begegnungen mit Maikos & Geikos

🚄 Tagesausflüge ab Kyoto:
Nara (Tōdai-ji & Kasuga-Taisha) • Himeji (Weiße Reiherburg) • entspannte Shinkansen-Fahrten als Erlebnis für die ganze Familie

🗼 Aussicht & moderne Kontraste:
Kyoto Tower • Blick über die Dächer der Stadt • Einkaufszentrum unter dem Tower • Kontrast zwischen Tempelruhe & Bahnhofstrubel

🍜 Essen & Kyoto-Alltag:
Okonomiyaki bei Gion Tanto • kleine familiengeführte Restaurants • Bento-Boxen • vegetarische Sushi-Optionen in Arashiyama • Eispausen zwischendurch

🏯 Geschichte hautnah erleben:
Barfuß durch jahrhundertealte Holzböden in der Nijō-Burg • Samurai-Architektur • Shogun-Geschichte • spirituelle Rituale in Tempeln

🍜 Essen & Cafés – unsere persönlichen Tipps in Kyoto

Kyoto ist kulinarisch etwas ruhiger als Tokio – weniger hektisch, weniger 24/7-Großstadtgefühl. Dafür erlebt man hier oft kleinere, traditionellere Restaurants und eine Atmosphäre, die besser zur historischen Stadt passt.

Gerade bei Kyoto mit Kindern ist es wichtig, flexibel zu bleiben: Stoßzeiten vermeiden, rechtzeitig reservieren (vor allem im Gion-Viertel) und nicht erst um 20:30 Uhr mit hungrigen Kindern auf Restaurantsuche gehen – viele Küchen schließen früher als erwartet.

Unsere konkreten Stops aus der Reise:

🍽 Gion Tanto (Gion) – unser persönliches Highlight
Okonomiyaki & Teppanyaki direkt vor unseren Augen zubereitet. Wir saßen auf Tatami-Matten um die heiße Platte – authentisch, lebendig und überraschend familiengeeignet. Wichtig: möglichst vorab reservieren.

🍜 Shofukutei (Nähe Hotel)
Ein kleines, familiengeführtes Lokal – genau die Art Restaurant, die man in Kyoto liebt. Unkompliziert, freundlich, leckere traditionelle Gerichte.

🥢 M’s Bento (Arashiyama)
Eine tolle vegetarische Option mit Sushi-Variationen und Bento-Boxen – perfekt nach dem Bambuswald-Besuch.

🍦 Eis bei Baskin Robbins (Kyoto Tower)
Klingt banal, war aber ein wiederkehrender Familienanker nach langen Tempeltagen 😉

🏬 Aeon Mall (bei Kyoto Station)
Ideal nach Tagesausflügen nach Nara oder Himeji. Große Auswahl, Food-Court-Optionen, unkompliziert mit Kindern.

🧭 Unser Fazit zum Essen in Kyoto
Kyoto überzeugt nicht durch moderne Food-Trends, sondern durch Authentizität. Kleine Restaurants, traditionelle Gerichte, weniger Hektik – aber auch weniger Spontanität als in Tokio.

Für Kyoto mit Kindern gilt:

  • Früh essen gehen
  • Stoßzeiten meiden
  • Für beliebte Restaurants reservieren
  • Immer einen Plan B haben (Bahnhofsbereich funktioniert fast immer)

Wer sich auf die ruhigere, traditionellere Esskultur einlässt, wird in Kyoto nicht nur satt – sondern erlebt einen wichtigen Teil japanischer Alltagskultur.

🧭 Praktische Tipps für eure Kyoto-Reise

🚅 Anreise nach Kyoto – Shinkansen clever planen
Die meisten reisen mit dem Shinkansen von Tokio nach Kyoto. Die Fahrt dauert rund 2 Stunden, ist extrem komfortabel und pünktlich auf die Minute. Wir haben bewusst keinen JR Pass genutzt, sondern Einzeltickets gebucht – was für unsere Route deutlich günstiger war.
➡️ Ob sich der JR Pass für euch lohnt oder Einzeltickets sinnvoller sind, erklären wir hier ausführlich: 👉 JR Pass oder Einzeltickets? Unsere Erfahrungen & Kostenvergleich

🚉 Kyoto Station strategisch nutzen
Die Kyoto Station ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt der Stadt – hier starten Shinkansen, Regionalzüge nach Nara oder Himeji, Busse sowie viele Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
➡️ Eine Unterkunft in Bahnhofsnähe spart täglich Zeit – besonders bei Tagesausflügen.

🚄 Tagesausflüge entspannt organisieren
Nara (ca. 30 Minuten) und Himeji (ca. 1 Stunde mit dem Shinkansen) lassen sich perfekt integrieren. Tickets können problemlos online gebucht werden – sogar kurzfristig.
➡️ Mit reservierten Sitzplätzen reist man mit Kindern deutlich entspannter.

📶 Internet & Navigation – unbedingt vorbereitet sein
Zugverbindungen, Navigation, Übersetzungen, Restaurant-Suche – in Japan läuft fast alles digital. Wir haben ausschließlich mit eSIM gearbeitet und hatten jederzeit stabiles Internet.
➡️ Unsere komplette Anleitung & Erfahrungen findest du hier: 👉 eSIM auf Reisen – unsere Erfahrungen in Japan

🚇 ÖPNV & IC-Karte nutzen
Kyoto hat ein gutes Bahn- und Bussystem, aber Einzeltickets sind umständlich.
➡️ Eine IC-Karte wie die Suica (oder ICOCA) spart enorm Zeit und funktioniert in Bahn, Bus und sogar in vielen Geschäften.
Unsere Erfahrungen zur Nutzung findest du hier: 👉 Suica Card Japan – Tipps & echte Reise-Momente

⛩️ Tempel-Schließzeiten beachten
Viele Tempel schließen zwischen 16:00 und 17:00 Uhr.
➡️ Große Highlights wie Fushimi Inari, Kinkaku-ji oder Tenryū-ji am besten vormittags einplanen.
➡️ Nachmittage eignen sich besser für Stadtviertel, Shopping oder den Kyoto Tower.

👟 Schritte realistisch einplanen
Kyoto ist weitläufiger als man denkt. Tempelanlagen sind groß, Wege ziehen sich. 15.000 Schritte pro Tag sind schnell erreicht.
➡️ Bequeme Schuhe sind Pflicht.
➡️ Lieber weniger Programmpunkte, dafür entspannter erleben.

🍜 Restaurants rechtzeitig planen
Gerade im Gion-Viertel sind viele Restaurants klein und schnell ausgebucht.
➡️ Wenn euch ein bestimmtes Lokal wichtig ist: reservieren.
➡️ Alternativ funktioniert der Bahnhofsbereich fast immer als Plan B.

🚕 Taxi sinnvoll einsetzen
In Kyoto kann ein Taxi zwischen weiter auseinanderliegenden Tempeln sinnvoll sein – gerade mit Kindern. Die Preise sind moderat und sparen Zeit und Energie.

🌿 Kyoto nicht überladen
Kyoto lebt von Atmosphäre, nicht von Tempo. Unser wichtigstes Learning für Kyoto mit Kindern:

  • Vormittags 1–2 große Highlights
  • Nachmittags entspannter
  • Nicht mehr als 2–3 Programmpunkte pro Tag

Kyoto ist kein Ort zum „Abhaken“. Wer langsamer plant, erlebt mehr.

🏯 Kyoto mit Kindern – der komplette Reisebericht

Tag 6 – Reisetag, Tempelruhe und ein neuer Rhythmus

Der Shinkansen bringt uns in Japans traditionelle Hauptstadt: Kyoto begrüßt uns mit Tempeln, Ruhe und einer ganz eigenen Atmosphäre.

Heute war Reisetag. Am Vormittag verließen wir das geschäftige Tokio und machten uns mit dem Shinkansen auf den Weg nach Kyoto. Und an dieser Stelle ein ganz klares Fazit – das kann man gar nicht oft genug sagen: Zugfahren in Japan ist ein Traum. Pünktlich auf die Minute, sauber, leise, bequem. Man steigt ein, setzt sich – und gleitet einfach los. 🚅

Wir hatten alle Fahrten vorab online gebucht und uns bewusst gegen den JR Pass entschieden. Stattdessen nutzten wir Einzeltickets für die Shinkansen-Strecken und die Suica-Card für den Stadtverkehr – für unsere Route völlig ausreichend und absolut stressfrei. Der Ticketkauf funktionierte unkompliziert: QR-Code am Automaten scannen, physisches Ticket ziehen, fertig. Wichtig zu wissen: Den QR-Code und das Ticket braucht man auch wieder beim Verlassen des Bahnsteigs – also nicht vorschnell löschen oder entsorgen.

Und noch ein Tipp für diese Strecke:
Wer von Tokio nach Kyoto fährt, sollte versuchen, auf der rechten Seite in Fahrtrichtung zu sitzen. Bei klarem Wetter eröffnet sich von dort ein wunderbarer Blick auf den Mount Fuji. Dieser Moment, wenn der perfekt geformte Kegel plötzlich zwischen Wolken auftaucht, ist einer dieser kleinen Reiseaugenblicke, die man nicht planen kann – aber lange mitnimmt.

Nach einer angenehm ruhigen Fahrt kamen wir gegen 13 Uhr in Kyoto an. Die Kyoto Station wirkt modern und groß, aber weniger überwältigend als erwartet. Alles ist klar strukturiert, die Wege sind logisch, und obwohl viel los ist, fühlt es sich nicht hektisch an.

Unser Hotel, das Oriental Hotel Kyoto Rokujo, lag etwa 30 Minuten zu Fuß entfernt. Mit Koffern vielleicht nicht die bequemste Wahl – aber wir nahmen es als ersten kleinen Spaziergang durch die Stadt. Kyoto wirkte sofort anders als Tokio. Weniger Hochhäuser, mehr Himmel, breitere Straßen, ruhigere Farben. Es fühlte sich an, als hätte jemand den Lautstärkeregler ein Stück heruntergedreht.

Wie so oft in Japan war der Check-in erst ab 15 Uhr möglich. Also ließen wir unser Gepäck an der Rezeption und machten uns direkt wieder auf den Weg.

💡Tipp:
Wenn möglich, bucht euer Hotel direkt in Bahnhofsnähe. Gerade mit Gepäck ist das Gold wert, und viele Ausflüge starten sowieso am Bahnhof.

Der Hunger führte uns in ein kleines, familiengeführtes Lokal ganz in der Nähe – Shofukutei. Genau solche Orte liebt man auf Reisen: unscheinbar von außen, herzlich von innen. Authentisch, lecker, freundlich. Keine große Show, kein touristisches Spektakel – einfach ehrliches Essen. Für uns war es genau die richtige erste Mahlzeit in Kyoto und eine Empfehlung.

🏯 Nishi Hongan-ji Tempel - Toller Tempel abseits der Massen

Gestärkt liefen wir weiter zum nahe gelegenen Nishi Hongan-ji.

Eine wunderschöne, ruhig gelegene buddhistische Anlage, weitläufig und beeindruckend – aber angenehm leer. Leider kamen wir kurz vor 17 Uhr, und pünktlich wurde das Tor geschlossen. ⛩️ In Japan enden viele Tempelbesuche früher, als man es aus Europa gewohnt ist. Wer mehr Zeit einplanen möchte, sollte deshalb eher vormittags oder am frühen Nachmittag kommen.

Trotzdem war dieser kurze Moment wertvoll. Zwischen den großen Holzhallen und den weiten Innenhöfen spürten wir zum ersten Mal diese besondere Stille, die Kyoto auszeichnet. Kein Drängen, kein Lärm – nur Raum.

💡Tipp:
Tempel und Schreine schließen in Japan meist zwischen 16:00 und 17:00 Uhr – am besten schon vormittags oder am frühen Nachmittag besuchen.

🗼 Kyoto Tower - Schöner Ausblick über Kyoto

Danach ging es zurück Richtung Bahnhof, zum Kyoto Tower.

Kein Anstehen, kein Gedränge – einfach rauf und die Aussicht genießen. Der Kontrast zum überfüllten Skytree in Tokio hätte kaum größer sein können. Von oben wirkte Kyoto flacher, gleichmäßiger, fast zurückhaltend. Keine dominierende Skyline, sondern eine Stadt, die sich zwischen Tempeldächern und Wohnhäusern ausbreitet, mit Bergen im Hintergrund.

Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns noch ein Eis bei Baskin Robbins direkt am Tower. 🍦 Es sind oft genau diese kleinen Rituale, die einen Reisetag abrunden – gerade mit Kindern.

Am Abend kehrten wir entspannt ins Hotel zurück. Die Zimmer waren inzwischen bereit, die Koffer wurden ausgepackt, und zum ersten Mal an diesem Tag war wirklich Zeit zum Durchatmen.

🏁 Fazit des sechsten Tages

Rückblickend war dieser Tag kein großes Highlight-Feuerwerk. Kein dicht getaktetes Programm, keine spektakulären Fotomotive im Minutentakt. Aber genau das machte ihn so passend.

Nach dem Tempo Tokios brauchten wir keinen weiteren Adrenalinschub. Wir brauchten einen Übergang. Und Kyoto hat uns diesen Übergang geschenkt – leise, ruhig und ohne sich aufzudrängen.

Tokio hatte uns elektrisiert.
Kyoto begann, uns zu erden.

Und mit diesem Gefühl freuten wir uns auf die kommenden Tage in einer Stadt, die man nicht im Sprint entdeckt – sondern Schritt für Schritt.

Tag 7 – Rote Tore, Zen-Gärten und Geisha-Flair

Wenn man an Kyoto denkt, denkt man an genau diesen Tag.

An endlose rote Torii-Tore.
An stille Zen-Gärten.
An jahrhundertealte Tempelhallen.
Und an schmale Gassen, in denen plötzlich eine Geisha um die Ecke biegt.

Unser siebter Tag in Kyoto war intensiv – vielleicht der klassischste „Kyoto-Tag“ unserer gesamten Reise. Ein Tag, an dem sich Spiritualität, Geschichte und lebendige Tradition fast mühelos abwechselten.

Und einer, der zeigte: Kyoto ist nicht nur schön. Es ist bedeutend.

⛩️ Fushimi Inari-Taisha – durch ein Meer aus roten Toren

Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Fushimi Inari-Taisha

Kaum ein Ort steht so sehr für Kyoto wie dieser Schrein. Gegründet im Jahr 711, ist er dem Shintō-Gott Inari gewidmet – der Gottheit für Reis, Wohlstand und Handel. Deshalb wurden die unzähligen Torii-Tore von Geschäftsleuten und Unternehmen gespendet – jedes einzelne trägt auf der Rückseite den Namen des Spenders.

Und genau diese Tore machen den Ort so ikonisch.

Sie reihen sich dicht an dicht, bilden Tunnel aus leuchtendem Zinnoberrot und schlängeln sich über mehrere Kilometer den bewaldeten Inari-Berg hinauf. Wenn man unter ihnen hindurchläuft, entsteht ein fast rhythmisches Gefühl – Licht, Schatten, Rot, Schwarz, Schritt für Schritt.

Ja, es ist voll. Fushimi Inari gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Japans. Aber sobald man ein Stück weiter hinaufgeht, lichtet sich die Menge. Der Weg wird ruhiger. Und plötzlich ist da nur noch dieses leise Knirschen der Schritte auf dem Kies.

Unterwegs machten wir kleine Abstecher zu weniger bekannten Nebenschreinen wie dem Kumataka-Schrein und dem ruhigeren Takakura-Ōkami-Schrein. Gerade diese Abzweigungen machen den Unterschied – hier spürt man, dass der Berg nicht nur Kulisse ist, sondern ein aktiver, spiritueller Ort.

Warum lohnt sich Fushimi Inari?
Weil er mehr ist als ein Fotospot. Er zeigt, wie tief Religion, Wirtschaft und Alltag in Japan miteinander verwoben sind. Und weil dieser endlose Tunnel aus Torii etwas Meditatives hat – selbst für Kinder.

💡Tipp:
Unbedingt so früh wie möglich kommen. Zwischen 7 und 9 Uhr ist es deutlich entspannter. Wer noch weiter hinaufgeht, erlebt Fushimi Inari fast menschenleer.

🧘‍♂️ Tōfuku-ji – Zen in seiner klarsten Form

Zurück an der Station Inari stiegen wir in die Keihan Main Line und fuhren eine Station weiter bis Toba-Kaidō. Von dort ging es zu Fuß zum Tōfuku-ji.

Und hier änderte sich die Stimmung schlagartig.

Der Tōfuku-ji gehört zu den bedeutendsten Zen-Tempeln Kyotos und wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Anders als viele andere Tempel ist er kein UNESCO-Welterbe – vielleicht genau deshalb war es hier deutlich ruhiger.

Sein berühmter Zen-Garten ist kein Garten im klassischen Sinne. Keine Blumen, kein üppiges Grün. Stattdessen geharkter Kies, geometrisch angelegte Moosinseln, klare Linien. Reduktion auf das Wesentliche.

Zen bedeutet nicht „schön“ im westlichen Sinn. Zen bedeutet Konzentration.

Wir saßen eine Weile einfach nur da und schauten. Und gerade mit Kindern ist das spannend: Man muss nichts erklären. Die Ruhe wirkt von selbst.

Fun Fact:
Der Tōfuku-ji ist im Herbst einer der spektakulärsten Orte Kyotos, wenn sich das Laub tiefrot färbt. Im Frühling jedoch war er für uns angenehm leer – fast schon intim.

Warum lohnt sich der Besuch?
Weil er zeigt, dass Kyoto nicht nur Prunk kann – sondern auch Stille.

🏯 Sanjūsangen-dō – 1001 Mal Mitgefühl

Von dort fuhren wir weiter zur Station Shichijō und besuchten Sanjūsangen-dō.

Von außen wirkt der Tempel fast unscheinbar. Eine lange, flache Holzhalle. Kein großes Tor, kein dramatischer Eingang. Und dann betritt man das Innere – und steht vor 1001 lebensgroßen Holzstatuen der buddhistischen Göttin Kannon.

Die Halle ist 120 Meter lang.
Die Figuren stehen in Reihen.
Goldene Gesichter. Ruhige Blicke. Endlose Wiederholung.

Jede Statue ist minimal anders. Jede wurde zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert gefertigt – über Generationen hinweg. Es ist ein beeindruckendes Meer aus Holz und Gold, das weniger laut beeindruckt als still überwältigt.

Warum lohnt sich dieser Ort?
Weil er Demut auslöst. Und weil er zeigt, wie sehr Geduld und Handwerkskunst in der japanischen Kultur verankert sind.

🎎 Gion – Auf den Spuren der Geishas

Am Nachmittag fuhren wir weiter ins historische Viertel Gion.

Hier ändert sich Kyoto erneut. Die Straßen werden schmaler, die Häuser niedriger, Holzfassaden dominieren das Bild. Besonders entlang der Hanamikoji-dōri reiht sich ein traditionelles Machiya-Holzhaus an das nächste.

Gion ist bis heute das Zentrum der Geisha-Kultur. Wobei man hier korrekt von „Geiko“ (Geisha in Kyoto) und „Maiko“ (Geisha-Lehrlinge) spricht.

Wir hatten leider kein Glück für das Miyako Odori Theater – die Tickets waren längst ausgebucht. Und das ist typisch Japan: Beliebte kulturelle Veranstaltungen sollte man mindestens zwei Wochen im Voraus reservieren.

Doch dann passierte etwas, das man nicht planen kann. Beim Schlendern durch die Gassen sahen wir tatsächlich einige Maikos auf dem Weg zu ihren Terminen. Weiße Schminke, kunstvolle Frisuren, farbenprächtige Kimonos.

Kein Schauspiel. Kein Touristenprogramm. Sondern lebendige Tradition.

Warum lohnt sich Gion?
Weil es kein Museumsviertel ist. Es ist ein aktiver, historischer Stadtteil – in dem jahrhundertealte Kultur bis heute gelebt wird.

🍽️ Gion Tanto – Kyoto auf dem Teppan

Am Abend landeten wir einen Volltreffer: Gion Tanto

Ein kleines, traditionelles Restaurant mit Teppanyaki- und Okonomiyaki-Spezialitäten. Wir saßen auf Reismatten um eine große Grillplatte, auf der direkt vor uns gekocht wurde.

Es war laut. Es war lebendig. Es war authentisch.

Okonomiyaki – oft als „japanischer Pfannkuchen“ bezeichnet – ist eigentlich viel mehr. Eine herzhafte Mischung aus Teig, Kohl, Fleisch oder Meeresfrüchten, frisch gegrillt und mit Sauce überzogen.

Für uns war es einer der schönsten Restaurantabende in Kyoto.

💡Tipp:
Unbedingt reservieren. Das Restaurant ist klein und sehr beliebt. Wer früh kommt, hat vielleicht Glück auf einen Tisch mit Blick auf den kleinen Bach vor dem Haus.

🏁 Fazit des siebten Tages

Auf dem Rückweg ins Hotel gab es – wie so oft – noch ein Eis bei Baskin Robbins. Ein kleines Ritual nach großen Eindrücken.

Und als wir später im Zimmer saßen, merkten wir, wie voll dieser Tag gewesen war. Nicht nur vom Programm her, sondern emotional.

Fushimi Inari hatte uns bewegt.
Tōfuku-ji hatte uns beruhigt.
Sanjūsangen-dō hatte uns beeindruckt.
Gion hatte uns staunen lassen.

Kyoto mit Kindern funktioniert nicht, weil es ein Freizeitpark ist. Es funktioniert, weil Geschichte hier greifbar wird. Weil Spiritualität nicht abstrakt ist. Weil Tradition kein Museumsstück, sondern Alltag ist.

Und genau das macht einen Tag wie diesen so besonders.

Tag 8 – Ein Tag in Nara: Rehe, Riesenbuddhas und Ruhe zwischen alten Zedern

Es gibt Städte, die man besucht. Und es gibt Orte, die sich anfühlen, als würde man ein altes Kapitel aufschlagen.

Nara gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Nur rund 30 Kilometer südlich von Kyoto gelegen, war Nara im 8. Jahrhundert die erste dauerhafte Hauptstadt Japans. Viele der ältesten buddhistischen Bauwerke des Landes stehen hier – und genau deshalb fühlt sich ein Tagesausflug nach Nara nicht wie ein Abstecher an, sondern wie eine Reise weiter zurück in die Geschichte.

Wir starteten am Morgen mit dem Kintetsu Limited Express von Kyoto aus. Die Fahrt dauert nur etwa 30 Minuten, ist komfortabel und unkompliziert – reservierte Sitzplätze sorgen dafür, dass man entspannt ankommt. Auch hier zeigt sich wieder, wie angenehm es ist, in Japan mit der Bahn unterwegs zu sein: keine Hektik, keine Unsicherheit, alles funktioniert einfach.

Als wir in Nara ausstiegen, merkte man sofort, dass das Tempo ein anderes ist. Weniger Großstadt, mehr Weite. Und dann tauchten sie plötzlich auf – die ersten Rehe.

🦌 Nara-Park – Begegnungen auf Augenhöhe

Der weitläufige Nara-Park ist das Herzstück der Stadt. Hier leben über 1.000 Sika-Hirsche frei zwischen Tempeln, Schreinen und Besuchern. Im Shintō-Glauben gelten sie als heilige Boten der Götter – und genau deshalb werden sie seit Jahrhunderten geschützt.

Es ist ein seltsames, fast unwirkliches Bild: antike Tempelanlagen im Hintergrund, davor frei herumlaufende Tiere, die sich vollkommen selbstverständlich zwischen Menschen bewegen.

Natürlich kauften wir die berühmten „Shika Senbei“, spezielle Reh-Cracker, die man überall im Park erwerben kann. Und was dann passierte, sorgte für große Augen: Wenn man sich vor den Rehen verbeugt, verbeugen sie sich tatsächlich zurück. Nicht jedes. Nicht immer. Aber oft genug, dass man staunt.

Dieser spielerische Moment macht Nara besonders familienfreundlich. Kinder erleben hier nicht nur Geschichte, sondern echte Begegnung.

Ein kleiner historischer Einschub: Die Rehe wurden bis ins 17. Jahrhundert als göttliche Tiere betrachtet – das Töten eines Rehs wurde mit dem Tod bestraft. Heute stehen sie unter Naturschutz und sind offiziell als „Naturdenkmal Japans“ anerkannt.

🏯 Tōdai-ji – Der große Buddha von Nara

Mitten im Park erhebt sich einer der bedeutendsten Tempel Japans: Tōdai-ji

Schon das Eingangstor ist monumental. Doch wirklich beeindruckend wird es, wenn man vor der Daibutsu-den steht – der Großen Buddha-Halle. Das Gebäude besteht vollständig aus Holz und zählt zu den größten Holzbauten der Welt. Und doch ist die heutige Halle nur etwa zwei Drittel so groß wie das Original aus dem 8. Jahrhundert.

Im Inneren thront der berühmte Große Buddha von Nara – über 15 Meter hoch, aus Bronze gefertigt, mit ruhigem, beinahe zeitlosem Gesichtsausdruck. Er stellt Vairocana Buddha dar, eine zentrale Figur im Buddhismus, die universelle Erleuchtung symbolisiert.

Wenn man davorsteht, wirkt selbst eine große Reise plötzlich klein.

Die Halle gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe „Historische Monumente des alten Nara“ – und man versteht sofort, warum. Es ist nicht nur die Größe. Es ist die Kombination aus Architektur, Spiritualität und Geschichte, die diesen Ort so eindrucksvoll macht.

Ein Detail sorgt regelmäßig für Schmunzeln: In einem der Holzpfeiler befindet sich ein Loch in der Größe eines Nasenlochs des großen Buddhas. Wer hindurchkriecht, soll Erleuchtung erlangen. Heute ist das vor allem eine Attraktion für Kinder – aber auch ein schönes Beispiel dafür, wie Spiritualität hier greifbar bleibt.

🏮 Kasuga-Taisha – Laternen im Wald

Vom Tōdai-ji führt ein Weg durch den Park weiter zum Kasuga-Taisha

Der Schrein stammt aus dem Jahr 768 und ist berühmt für seine Tausenden von Stein- und Bronzelaternen. Sie säumen den Weg durch den Wald und hängen dicht an dicht im Inneren der Anlage.

Selbst am Tag entsteht hier eine besondere Stimmung. Das Licht fällt durch hohe Zedern, die Laternen werfen feine Schatten, und die Geräusche des Parks werden leiser.

Zweimal im Jahr – zu Setsubun im Februar und zu Obon im August – werden alle Laternen gleichzeitig entzündet. Dann muss dieser Ort nahezu magisch wirken.

Was uns besonders gefiel: Der Weg dorthin ist genauso eindrucksvoll wie der Schrein selbst. Alte Steinlaternen, moosbewachsene Sockel, leicht geschwungene Pfade – es fühlt sich an wie ein Spaziergang durch eine andere Zeit.

🌿 Shin-Yakushi-ji – Stille abseits der Wege

Während viele Besucher nach Tōdai-ji und Kasuga-Taisha wieder umkehren, gingen wir noch weiter zum Shin-Yakushi-ji.

Hier wurde es spürbar ruhiger. Der Tempel aus dem 8. Jahrhundert beherbergt die Figur des Heilenden Buddhas Yakushi Nyorai, umgeben von den Zwölf Himmlischen Generälen.

Keine großen Gruppen, kein Gedränge. Nur Holz, Kunst und Stille. Solche Orte bleiben.

🍡 Zurück nach Kyoto – mit Maronen in der Hand

Bevor wir zurückfuhren, gönnten wir uns noch geröstete Maronen und ein Eis im Park. Die Kinder waren müde, aber zufrieden – ein gutes Zeichen.

Die Rückfahrt verlief wieder reibungslos. Und als wir am Abend in Kyoto ankamen, fühlte es sich fast an, als kämen wir aus einer anderen Epoche zurück.

🏁 Fazit des achten Tages

Nara ist mehr als ein Ausflug mit Rehen.

Es ist ein Ort, an dem Geschichte sichtbar wird. An dem Spiritualität greifbar ist.
Und an dem selbst monumentale Bauwerke nicht einschüchtern, sondern berühren.

Gerade für eine Reise nach Kyoto mit Kindern ist Nara die perfekte Ergänzung: viel Natur, viel Raum, aber gleichzeitig große kulturelle Bedeutung.

Und manchmal bleibt am Ende nicht der größte Buddha der Welt im Gedächtnis – sondern ein Reh, das sich höflich verbeugt.

Tag 9 – Gold, Zen, Bambus und ein Hauch von Shogun-Romantik

Es gibt Tage, an denen Kyoto seine ganze Bandbreite zeigt. Tag 9 war genau so einer.

Goldene Tempel, minimalistische Zen-Gärten, ein Bambuswald wie aus einem Märchen und zum Abschluss eine Burg, in der einst die mächtigsten Männer Japans Politik machten. Es war intensiv, stellenweise voll, manchmal anstrengend – aber genau deshalb so eindrucksvoll.

🥇 Kinkaku-ji – Der Goldene Pavillon im Morgenlicht

Der Tag begann dieses Mal ungewöhnlich entspannt: Wir nahmen ein Taxi. In Kyoto ist das für kürzere Strecken durchaus sinnvoll – gerade wenn man früh starten möchte und Umstiege vermeiden will.

Unser Ziel war einer der ikonischsten Orte Japans: Kinkaku-ji

Der Goldene Pavillon wurde ursprünglich im 14. Jahrhundert als Ruhesitz eines Shoguns erbaut. Nach seinem Tod wurde er – wie so oft in Japan – in einen Zen-Tempel umgewandelt. Das heutige Gebäude ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1955, nachdem das Original niederbrannte.

Und dann steht man davor.

Der Pavillon spiegelt sich im Teich, perfekt inszeniert zwischen Kiefern, Felsen und sorgfältig angelegten Inseln. Die oberen Stockwerke sind vollständig mit Blattgold überzogen – über 20 Kilogramm Gold wurden dafür verwendet. Das Licht am Morgen lässt das Gebäude beinahe leuchten.

Es ist ein Anblick, der fast zu perfekt wirkt.

Gleichzeitig gehört der Kinkaku-ji zu den meistbesuchten Orten Kyotos. Schon kurz nach Öffnung füllt sich der Rundweg, Reisegruppen ziehen durch die Anlage. Man bewundert den Pavillon ausschließlich von außen – betreten darf man ihn nicht.

Und doch lohnt es sich.

Nicht nur wegen der Schönheit, sondern weil dieser Ort zeigt, wie eng Ästhetik, Macht und Spiritualität in der japanischen Geschichte verbunden waren.

💡Tipp:
Früh kommen ist hier entscheidend. Gegen 9 Uhr ist es deutlich angenehmer als am späten Vormittag.

🪨 Ryōan-ji – Zen zwischen fünfzehn Steinen

Vom Gold ging es zur Reduktion. Nur wenige Minuten entfernt liegt der Ryōan-ji

Der Tempel ist berühmt für seinen Steingarten – einen der bekanntesten Zen-Gärten der Welt. Fünfzehn Felsen liegen in einem Meer aus geharktem Kies. Und egal, wo man sitzt: Man kann nie alle fünfzehn gleichzeitig sehen.

Dieser Garten stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert und ist bewusst minimalistisch gehalten. Keine Ablenkung. Keine Farben. Nur Stein, Kies und Leere.

Zen-Gärten sind keine Parks. Sie sind Denk-Räume.

Auch hier war es nicht menschenleer. Doch sobald man sich setzt und den Blick ruhen lässt, verschwinden die Geräusche ein Stück weit. Es ist ein Ort, der nicht durch Größe beeindruckt, sondern durch Konzentration.

Für uns blieb der Tōfuku-ji aus Tag 7 emotional stärker – intimer, ruhiger. Aber der Ryōan-ji gehört zur Essenz Kyotos. Er ist fast ein Symbol für die japanische Ästhetik der Reduktion.

🎋 Arashiyama – Zwischen UNESCO-Tempel und Bambuswald

Nach dem Zen-Garten wechselten wir die Perspektive erneut und fuhren weiter nach Arashiyama im Westen Kyotos. Die Bahnverbindung ist unkompliziert – einsteigen, sitzen, ankommen.

Dort besuchten wir zunächst den Tenryū-ji

Der Tempel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde im 14. Jahrhundert gegründet. Sein Garten ist ein klassisches Beispiel für die japanische Landschaftsgestaltung: Teich, Inseln, Hügel im Hintergrund – alles wirkt natürlich, ist aber präzise komponiert.

Besonders schön: Der Blick aus der Tempelhalle auf den Garten. Innen Holz und Tatami, draußen Wasser und Grün – ein fließender Übergang zwischen Architektur und Natur.

Direkt hinter dem Tempel beginnt einer der bekanntesten Orte Kyotos: der Bambuswald von Arashiyama.

🌿 Der Bambuswald – Licht und Bewegung

Hohe, schlanke Bambusstämme wachsen dicht nebeneinander in den Himmel. Wenn Wind durch sie fährt, entsteht ein leises Rascheln, fast wie Flüstern.

Es ist zweifellos ein Fotomagnet – und entsprechend gut besucht. Doch wenn man sich ein paar Minuten Zeit nimmt und den Blick nach oben richtet, wirkt der Ort trotz Menschen fast surreal.

Bambus hat in Japan eine starke symbolische Bedeutung: Er steht für Flexibilität und Widerstandskraft – biegsam, aber stabil. Vielleicht erklärt das, warum dieser Wald so oft als Sinnbild für japanische Ästhetik dient.

Wer es ruhiger erleben möchte, sollte möglichst früh oder kurz vor Sonnenuntergang kommen.

🥢 Mittag in Arashiyama – eine leichte Pause

Nach so vielen Eindrücken tat eine Pause gut. In der Nähe der Saga Arashiyama Station fanden wir M’s Bento – ein kleines veganes Restaurant mit überraschend kreativen Sushi-Variationen.

Nach Tempeln, Gärten und Menschenmengen war diese einfache, leichte Mahlzeit genau das Richtige. Gerade an intensiven Kyoto-Tagen merkt man, wie wichtig bewusste Pausen sind.

🏯 Nijō-jō – Macht und Nachtigallenboden

Am Nachmittag wechselten wir erneut das Kapitel der Geschichte und besuchten Nijō-jō

Die Burg wurde im 17. Jahrhundert als Residenz des Tokugawa-Shogunats errichtet – jener Militärregierung, die Japan über 250 Jahre lang prägte. Hier wurde 1867 die Rückgabe der politischen Macht an den Kaiser verkündet – ein historischer Wendepunkt.

Der Rundgang durch die Innenräume ist beeindruckend. Bemalte Schiebetüren, große Empfangssäle, weite Korridore. Alles wirkt repräsentativ – gebaut, um Macht zu demonstrieren.

Besonders faszinierend ist der sogenannte „Nachtigallenboden“. Die Dielen wurden bewusst so konstruiert, dass sie bei jedem Schritt ein zirpendes Geräusch erzeugen. Kein Verschleiß, kein Zufall – sondern ein Sicherheitssystem gegen Eindringlinge.

Man hört jeden Schritt.
Und man stellt sich vor, wie hier einst Samurai und Würdenträger durch die Räume schritten.

Die umliegenden Gärten sind weitläufig und bieten noch einmal einen ruhigeren Abschluss, bevor man zurück in die Stadt fährt.

🍦 Ein vertrauter Abschluss

Zurück in Kyoto gönnten wir uns – fast schon traditionell – ein Eis am Kyoto Tower. Danach schlenderten wir noch durch das Einkaufszentrum im Untergeschoss.

Besonders beeindruckend war die Vielfalt im Supermarkt: Wagyu-Beef, perfekt geschnittener Fisch, Obstsorten, die wir noch nie gesehen hatten. Die Präsentation war so sorgfältig, dass selbst der Einkauf zum Erlebnis wurde.

Solche kleinen Alltagsbeobachtungen gehören für uns genauso zur Reise wie Tempel und UNESCO-Stätten.

🏁 Fazit des neunten Tages

Tag 9 war dicht. Vielleicht der dichteste Tag in Kyoto.

Goldene Pracht am Morgen.
Zen-Minimalismus am Vormittag.
Natur und Bambus am Mittag.
Shogun-Macht am Nachmittag.

Es war viel. Und ja, stellenweise auch anstrengend.

Aber genau an solchen Tagen versteht man, warum Kyoto als kulturelles Herz Japans gilt. Hier stehen nicht nur einzelne Sehenswürdigkeiten nebeneinander – hier überlagern sich Epochen.

Kyoto mit Kindern bedeutet an solchen Tagen: Tempo bewusst steuern, Pausen zulassen, nicht alles perfekt machen wollen.

Dann wird aus einem vollen Programm kein Stress – sondern ein intensiver, bleibender Reisetag.

Tag 10 – Auf Zeitreise in Himeji und zurück in die Moderne

Unser letzter voller Tag in Kyoto begann noch einmal mit Hochgeschwindigkeit.

Wir entschieden uns für einen Tagesausflug nach Himeji – und damit für eine der eindrucksvollsten Burgen Japans. Die Shinkansen-Tickets hatte ich am Vortag bequem online gebucht. Zunächst nur für die Hinfahrt, denn wir wollten uns zeitlich nicht festlegen. Die Rückfahrt reservierte ich spontan, etwa 15 Minuten vor Abfahrt – problemlos, wie so oft in Japan.

Es ist diese Mischung aus Flexibilität und absoluter Zuverlässigkeit, die das Bahnfahren hier so angenehm macht. Der Zug fährt pünktlich, ist sauber, leise – und ehe man es merkt, gleitet die Landschaft an einem vorbei.

Keine Stunde später standen wir in Himeji.

🏰 Himeji-jō – Die weiße Reiherburg

Vom Bahnhof aus läuft man etwa 15 Minuten geradeaus. Und dann taucht sie auf. Himeji-jō

Schon aus der Ferne wirkt die Burg fast unwirklich – strahlend weiß, elegant geschwungen, mit geschichteten Dächern, die an ausgebreitete Flügel erinnern. Daher stammt auch ihr Beiname: „Weiße Reiherburg“.

Die Anlage stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert und wurde im frühen 17. Jahrhundert in ihrer heutigen Form ausgebaut. Anders als viele andere Burgen Japans hat Himeji Kriege, Erdbeben und Bombardierungen weitgehend unbeschadet überstanden. Sie ist kein Wiederaufbau aus Beton – sie ist ein Original. Genau deshalb zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Ich hatte vorab ein Kombiticket für Burg und Garten gebucht. Rückblickend: Der angrenzende Kōko-en-Garten ist gepflegt und schön, aber nach Tagen voller Tempelgärten in Kyoto kein absolutes Muss. Wer jedoch noch keine klassischen japanischen Gartenanlagen gesehen hat, wird hier durchaus auf seine Kosten kommen.

Wir entschieden uns für die längere Route durch die Burg – und das war genau richtig.

Der Weg führt zunächst durch äußere Verteidigungsanlagen, vorbei an Wehrgängen und Schießscharten. Informationstafeln erklären das komplexe Verteidigungssystem: verschachtelte Wege, enge Durchgänge, strategische Winkel. Diese Burg war nicht nur repräsentativ – sie war eine Festung.

Im Inneren läuft man barfuß über das alte Holz. Die Räume sind schlicht, aber beeindruckend in ihrer Konstruktion. Man sieht Ausstellungen zur Geschichte der Burg, zum Leben der Samurai, aber auch zu den Frauen, die hier lebten – darunter Hofdamen und Konkubinen. Geschichte wird hier greifbar.

🗼 Hinauf ins Herz der Burg

Dann beginnen die Treppen.

Steil, schmal, aus dunklem Holz. Man steigt Stockwerk für Stockwerk höher, immer weiter nach oben. Es ist kein gemütlicher Aufstieg – eher ein kleiner Kraftakt. Aber genau das macht den Reiz aus.

Oben angekommen öffnet sich der Blick über Himeji und die umliegende Landschaft. Dächer, Straßen, Hügel am Horizont.

In diesem Moment versteht man, warum Burgen nicht nur Verteidigungsanlagen waren, sondern auch Machtsymbole. Wer hier oben stand, hatte Überblick – im wörtlichen wie im politischen Sinn.

Himeji war für uns keine „weitere Sehenswürdigkeit“. Sie war ein echtes Highlight der Reise.

🚄 Zurück nach Kyoto

Nach dem Rundgang nahmen wir den Garten noch mit – eher zügig – und machten uns dann wieder auf den Weg zum Bahnhof. Die Rückfahrt war genauso entspannt wie die Hinfahrt. Ticket online buchen, einsteigen, ankommen.

Wieder in Kyoto angekommen, fühlte sich die Stadt fast vertraut an.

🛍️ Zurück in die Gegenwart – Shopping in Kyoto

Nach Samurai, Wehrgängen und Geschichte wechselten wir bewusst das Thema. Direkt bei der Kyoto Station besuchten wir die Aeon Mall – eine große, moderne Einkaufswelt.

Es ist spannend, wie schnell man in Japan zwischen Jahrhunderten wechseln kann. Am Vormittag steht man in einer originalen Burg aus dem 17. Jahrhundert, am Nachmittag in einem perfekt organisierten Einkaufszentrum mit Mode, Elektronik, Spielzeug und Food-Court.

Wer möchte, findet rund um den Kyoto Tower ebenfalls weitere Shoppingmöglichkeiten. Für uns war es weniger das Einkaufen selbst als das Beobachten: Alltagsleben, Familien, Jugendliche, Angestellte nach Feierabend.

Gerade solche Momente runden eine Reise ab. Sie zeigen, dass Japan nicht nur aus Tempeln und UNESCO-Stätten besteht – sondern aus ganz normalem Leben.

🏁 Fazit des zehnten Tages

Tag 10 fühlte sich an wie ein Abschlusskapitel.

Himeji brachte noch einmal historische Tiefe. Die Burg erzählte von Macht, Verteidigung und Samurai-Zeit. Kyoto am Nachmittag zeigte sich modern, lebendig und alltagsnah.

Vielleicht war genau diese Kombination der perfekte Schlusspunkt für unsere Tage in Kyoto.

Von Tempeln über Zen-Gärten, von Bambuswäldern bis zu Shogun-Residenzen – Kyoto hatte uns in wenigen Tagen eine enorme Bandbreite gezeigt.

Und doch blieb das Gefühl, dass man hier noch viel mehr entdecken könnte.

Kyoto wirkt nicht abgeschlossen.
Es wirkt wie ein Ort, zu dem man zurückkehrt.

✨ Unser Fazit zu Kyoto

Fünf Tage zwischen Tempeln, Bambuswäldern und alten Kaiserstädten haben uns gezeigt, dass Kyoto weit mehr ist als eine Ansammlung berühmter Sehenswürdigkeiten.

Vom ersten Moment am Nishi Hongan-ji über das endlose Rot der Torii am Fushimi Inari bis zur Stille im Zen-Garten des Tōfuku-ji – jeder Tag hatte seinen eigenen Rhythmus. Wir standen vor 1001 goldenen Kannon-Statuen, begegneten verbeugenden Rehen in Nara, blickten vom Goldenen Pavillon über einen perfekt komponierten Teich und hörten im Inneren der Nijō-Burg den leisen Klang des Nachtigallenbodens unter unseren Schritten.

Kyoto erzählt Geschichte nicht laut. Es flüstert sie.

Die Stadt vereint Gegensätze auf eine ganz andere Weise als Tokio. Hier geht es weniger um Kontrast zwischen Neon und Tradition – sondern um Schichten. Jahrhunderte liegen übereinander. Zen-Gärten neben belebten Einkaufsstraßen. Geishas in historischen Gassen, während nur wenige Straßen weiter moderne Züge im Minutentakt fahren.

Für uns als Familie war Kyoto ruhiger als Tokio – aber nicht weniger intensiv. Die Wege waren weiter, die Tage oft voller, die Tempel zahlreich. Und doch hatte jeder Ort seine eigene Atmosphäre. Wenn man Pausen einbaut, früh startet und nicht versucht, jeden berühmten Spot „abzuarbeiten“, entsteht Raum. Raum für Eindrücke, für Gespräche, für kleine Momente zwischendurch.

Kyoto mit Kindern funktioniert – nicht weil es spektakulär ist, sondern weil es Bedeutung hat. Weil man hier Geschichte anfassen kann. Weil Spiritualität greifbar wird. Und weil selbst große Monumente wie der Kinkaku-ji oder der Tōdai-ji nicht überwältigen, sondern neugierig machen.

Nach fünf Tagen hatten wir nicht das Gefühl, Kyoto vollständig erfasst zu haben. Im Gegenteil: Wir haben eine erste Schicht kennengelernt – Tempel, Schreine, Gärten, Burganlagen. Aber Kyoto wirkt wie ein Buch mit vielen weiteren Kapiteln.

Vielleicht liegt genau darin seine Magie.

さようなら、京都 – bis zum nächsten Mal.

🧭 Was wir nach 5 Tagen Kyoto mit Kindern wirklich verstanden haben

  • Kyoto wirkt ruhiger als Tokio – ist aber anstrengender, wenn man falsch plant.
  • Man braucht weniger Tempel pro Tag als man denkt.
  • Früh starten ist hier wichtiger als in jeder anderen Stadt Japans.
  • Die schönsten Momente liegen oft abseits der UNESCO-Highlights.
  • Zen-Gärten wirken erst, wenn man wirklich stehen bleibt.
  • Ein Tagesausflug nach Nara oder Himeji gibt der Reise historische Tiefe.
  • Gion lebt – es ist kein Freilichtmuseum.
  • Reservierungen sind in Kyoto wichtiger als in Tokio.
  • Taxifahrten sparen in Kyoto überraschend viel Energie.
  • Kyoto erschließt sich nicht im Tempo – sondern im Innehalten.

🚅 Die Reise geht weiter

Nach fünf intensiven Tagen zwischen Tempeln, Zen-Gärten und historischen Gassen hieß es für uns erneut: Koffer schließen, Tickets prüfen – und weiter mit dem Shinkansen.

Kyoto lag hinter uns.

Die Stadt der roten Torii, goldenen Pavillons und stillen Bambuswälder. Tage voller Geschichte, Spiritualität und dieser besonderen Mischung aus UNESCO-Welterbe und lebendiger Tradition.

Doch nun wartete ein Ort, der Japan noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive zeigt.

Hiroshima.

Weniger Tempelromantik, mehr Zeitgeschichte.
Weniger ästhetische Gärten, mehr Erinnerung.
Weniger Postkartenmotiv – mehr Bedeutung.

Kyoto hatte uns kulturell geerdet.
Hiroshima sollte uns emotional berühren.

👉 Weiterlesen: Hiroshima mit Kindern – Geschichte, Friedenspark & Miyajima (folgt)

👉 Zur Übersicht: Unsere komplette Japan-Rundreise mit Kindern – Route, Highlights & Planung

Kyoto war die Seele Japans.
Die Reise ging weiter – und sie wurde noch einmal tiefer.

❓ FAQ – Häufige Fragen zu Kyoto

Wenn ihr gerade selbst eure Kyoto-Reise plant, hatten wir genau dieselben Fragen vorab. Hier kommen unsere ehrlichen Antworten – basierend auf fünf intensiven Tagen zwischen Tempeln, Bambuswald und Samurai-Geschichte.

🌸 Ist Kyoto mit Kindern eine gute Idee?
Ja – aber anders als Tokio.
Kyoto ist kulturell dichter. Tempel, Schreine und Gärten liegen oft nah beieinander, aber jeder Besuch kostet Energie. Gerade mit Kindern ist es wichtig, das Tempo bewusst zu steuern und nicht zu viele Highlights an einem Tag zu planen. Was Kyoto jedoch unglaublich gut kann: Geschichte greifbar machen.
Ein Spaziergang durch die roten Torii von Fushimi Inari, das Füttern der Rehe in Nara oder der Aufstieg in der Himeji-Burg – all das funktioniert auch mit Kindern hervorragend. Kyoto ist kein Freizeitpark. Aber es ist ein lebendiges Geschichtsbuch.

🗓 Wie viele Tage sollte man für Kyoto einplanen?
Wir empfehlen mindestens 4–5 Tage. So bleibt genug Zeit für:

  • Fushimi Inari
  • einen klassischen Tempeltag (z. B. Kinkaku-ji & Arashiyama)
  • Gion
  • einen Tagesausflug nach Nara
  • optional Himeji oder Miyajima

Mit weniger Zeit fühlt sich Kyoto schnell wie „Tempel-Hopping“ an – und genau das wird der Stadt nicht gerecht. Kyoto braucht Pausen zwischen den Programmpunkten.

⛩ Sollte man früh starten?
Unbedingt. Gerade bei Orten wie Fushimi Inari-Taisha oder Kinkaku-ji macht es einen riesigen Unterschied, ob man um 8 Uhr oder um 11 Uhr dort ist. Kyoto ist eines der meistbesuchten Reiseziele Japans – wer früh startet, erlebt viele Orte deutlich ruhiger.

🚶‍♂️ Ist Kyoto anstrengender als Tokio?
Ja – oft schon. Nicht wegen Chaos oder schlechter Organisation, sondern wegen der Struktur der Sehenswürdigkeiten. Viele Tempelanlagen sind weitläufig, Wege führen bergauf (z. B. Fushimi Inari), und an stark frequentierten Spots kostet das Gedränge Energie. Unser Learning nach fünf Tagen: Lieber weniger Tempel pro Tag – dafür bewusster erleben.

🎟 Muss man in Kyoto Tickets vorab reservieren?
Teilweise ja.
Für:

  • Restaurants in Gion (z. B. Gion Tanto)
  • kulturelle Aufführungen (Miyako Odori, Teezeremonien)
  • stark besuchte Zeitfenster in Arashiyama

empfiehlt sich eine Reservierung. Tempel selbst benötigen meist keine Online-Tickets, aber frühes Erscheinen ersetzt hier die Reservierung.

🚅 Lohnt sich ein Tagesausflug von Kyoto aus?
Sehr sogar. Unser Ausflug nach Nara
war eines der Highlights – besonders mit Kindern wegen der frei laufenden Rehe und des beeindruckenden Tōdai-ji.
Auch Himeji-jō ist mit dem Shinkansen schnell erreichbar und architektonisch spektakulär. 
Kyoto ist perfekt angebunden – Geschichte liegt hier nur eine Zugfahrt entfernt.

💳 Braucht man in Kyoto viel Bargeld?
Nein – Kartenzahlung war fast überall möglich, auch in kleineren Restaurants.
Bargeld schadet nicht für kleinere Tempelspenden oder Souvenirs, aber zwingend notwendig ist es nicht.

🚖 Sind Taxis in Kyoto sinnvoll?
Überraschend ja. Gerade wenn mehrere Tempel geografisch ungünstig liegen oder man früh starten möchte, spart ein Taxi Zeit und Energie. Die Preise sind moderat, die Fahrer zuverlässig – und man vermeidet unnötige Umstiege.

🏨 Wo sollte man in Kyoto mit Kindern übernachten?
Eine gute Anbindung ist entscheidend. Die Nähe zur Kyoto Station ist strategisch sehr sinnvoll:

  • direkte Zugverbindungen nach Nara oder Himeji
  • einfache Anbindung an Arashiyama
  • viele Restaurants in unmittelbarer Umgebung

Kyoto ist weitläufiger, als man denkt – zentrale Lage spart jeden Tag Wege.

💰 Ist Kyoto teuer?
Ähnlich wie Tokio hängt vieles vom Wechselkurs ab. Tempel-Eintritte sind moderat bepreist. Essen ist – gemessen an Qualität – sehr fair.
Unterkünfte können je nach Saison deutlich teurer sein, besonders zur Kirschblüte oder im Herbst. Kyoto ist kein Schnäppchenziel – aber es ist fair bepreist.

👨‍👩‍👧‍👦 Ist Kyoto auch für jüngere Kinder geeignet?
Ja – wenn man das Tempo anpasst. Fushimi Inari ist ein Abenteuerpfad. Nara ist ein Naturerlebnis. Arashiyama bietet viel Raum.
Entscheidend ist, nicht jeden Tag maximal zu füllen. Kyoto belohnt Innehalten mehr als Tempo.

👉 Unsere Empfehlungen für Kyoto

Kyoto ist kulturell dichter als Tokio – und genau deshalb entscheidet gute Planung über entspannt oder überfordert. Diese Unterkünfte, Ausflüge und Tipps haben unsere Tage deutlich strukturierter gemacht – und genau so würden wir es wieder machen.

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🌿 Unsere persönlichen Kyoto-Momente

  • Kinkaku-ji (Goldener Pavillon) – früh kommen, sonst sehr voll.
  • Arashiyama & Bambuswald – morgens oder zum Sonnenuntergang besonders stimmungsvoll.
  • Tōfuku-ji – unser persönlicher Zen-Favorit, deutlich ruhiger.
  • Gion am Abend – nicht suchen, sondern beobachten.
  • Goshuinchō Stempelbuch – eine wunderschöne Reise-Erinnerung.

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